Verschiedenstes (v.a. Erfahrungsberichte von Produkten mit Mängeln)

8.09.2008 - NTFS Kompression und die Geschwindigkeit

Letztes Update 21.09.2008 (V 1.1)

NTFS Kompression und die Geschwindigkeit

 

Nachdem USB-Sticks relativ langsam sind, ich eine größere Datei hatte, die sich gut mittels NTFS komprimieren lässt, dachte ich mir, dass ich diese doch schneller schreiben könnte, wenn sie mittels NTFS komprimiert wird, da dann weniger Daten geschrieben werden müssen. Dieser Gedanke erwies sich leider als völlig falsch. Dies gab mir Anlass die NTFS Kompressionsperformance mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Kritiker werden jetzt sagen, dass man NTFS auf USB-Speicherstiften sowieso aus Verschleißgründen nicht einsetzen soll, aber dies sei nun mal dahingestellt.

 

Mein verwendeter Testrechner hat einen Athlon 64 X2 4200+ Prozessor, welcher auch noch übertaktet wurde, sodass eigentlich genügend Leistung für die NTFS-Kompression zur Verfügung stehen sollte. Als Betriebsystem kam Windows XP Professional auf einem RAID-0 System zum Einsatz.

Zur NTFS Kompression sind erstmal folgende 3 Links direkt von Microsoft zu empfehlen:

 

Best practices for NTFS compression in Windows

File and Folder Compression

Compression Performance

 

Ich fasse diese Dokumente mal sehr kurz und sehr knapp zusammen. Wenn eine bereits NTFS komprimierte Datei in einen anderen komprimierten Ordner kopiert wird, wird diese zuerst dekomprimiert, kopiert und dann erneut komprimiert.

Hier liegt schon mal ein Problem was Geschwindigkeitseinbußen verursacht.

 

Ich begann meine gezielten Tests mit einer externen Festplatte auf die ich die Dateien von der internen Festplatte kopierte. Ich verwendete eine Datei, die sich durch NTFS so gut wie gar nicht komprimieren lässt (Pseudozufallszahlen). Bei meinem Rechner benötigte das Kopieren 1,6 mal länger als ohne Kompression. Auf einem moderneren Core 2 Duo Rechner immer noch 1,5 mal so lange. Hier bedeutet die NTFS Kompression also einen deutlichen Leistungsverlust. Das Interessante dabei ist, dass der Prozessor jedoch kaum ausgelastet ist. 25 % Auslastung war auf beiden Rechnern das Maximum. Der Prozessor ist also nicht wirklich der limitierende Faktor, dennoch scheint es so zu sein, je schneller dieser ist, desto geringer der Leistungsverlust. Der Kompressionsalgorithmus scheint also recht ineffizient geschrieben zu sein, da er nicht die gesamte zur Verfügung stehende Prozessorleistung ausnutzt.

Von USB-Speicherstiften mit NTFS Kompression ist dringend abzuraten. Zwar kann man sie nur mittels eines Tricks mit NTFS formatieren, aber es gibt ja auch noch die Möglichkeit der Verschlüsselung mittels TrueCrypt mit NTFS-Dateisystem.

Bei meinen USB-Speicherstiftversuchen kam heraus, dass das Kopieren ca. 10 bis 20 mal langsamer ist, auch wenn sich die Datei sehr gut (auf ein Viertel der ursprünglichen Größe) komprimieren lässt. Für diesen Versuch wurde ein Intenso USB-Flashspeicherstift mit 8 GB verwendet. Die Leserate beträgt ca. 30 MB/s, die Schreibrate ca. 7 MB/s, sodass dieses Gerät schon zu den Leistungsfähigeren gehört.

Bei einem Versuch mit einer Datei, die von umkomprimiert zu komprimiert auf der Festplatte kopiert wurde und sich auf ca. 30 % komprimieren lies, betrug der Geschwindigkeitsvorteil gerade einmal mickrige 4 %. Bei Dateien, die sich schlechter komprimieren lassen, dürfte es dann also durch die Kompression wesentlich länger dauern.

 

Nachdem Microsoft ja bereits geschrieben hat, dass die Datei erst dekomprimiert, kopiert und dann erneut komprimiert wird und meine Versuche gezeigt haben, dass der Leistungsverlust enorm ist, ist es nun an der Zeit die Leistung zu testen wenn mit einer bereits komprimierten Datei gearbeitet wird. Hierfür bieten sich sehr gut die Festplattenabbilddateien von virtuellen Maschinen an.

 

Bei meinen nächsten Tests verwendete ich VirtualBox (eine Virtualisationssoftware). Ich erstellte eine 1 GB große Datei innerhalb dieser VM.

Ich fuhr die virtuelle Maschine herunter und sorgte dafür, dass diese virtuelle Festplatte keine Dateifragmente aufwies, defragmentierte also die Festplatte auf der die Festplattenabbilddatei gespeichert ist.

Nun startete ich die virtuelle Maschine wieder und verwendete ich das Programm Eraser um diese 1 GB Datei zu löschen. Ich stelle das Programm so ein, dass es die Datei einmal komplett mit Pseudozufallsdaten überschreibt. Diese sind so gut wie gar nicht komprimierbar.

Ich führte 3 Versuche durch. Eraser zeigte mir 2 mal eine Geschwindigkeit von 52,33 MB/s, einmal von 52,32 MB/s.

Nun beendete ich die virtuelle Maschine wieder und setzte für die Festplattendatei das NTFS-Attribut komprimiert. Die Anzahl der Dateifragmente schnellte in eine Höhe von über 10.000 (die genaue Anzahl hatte ich nicht notiert).

Nun wiederholte ich das Spielchen von oben mit der 1 GB großen Datei, welche ich durch Pseudozufallszahlen überschreiben lies. Ich führte dies wieder 3 mal durch und Eraser zeigte mir hierbei folgende Werte: 24,91 MB/s; 24,80 MB/s; 24,92 MB/s.

Man sieht deutlich dass hierbei durch die NTFS Kompression ein Leistungsverlust von über 50 % eintritt, die Dateioperationen also mehr als doppelt so lange brauchen.

 

Die nächste Frage, die ich mir stellte war, ob NTFS Kompression beim Schreiben auch Geschwindigkeitsvorteile bringen kann. Die Antwort auf diese Frage ist eindeutig zu bejahen.

Zuerst verwendete ich eine Datei, welche sich gut NTFS komprimieren lies und kopierte diese unkomprimiert auf die externe Festplatte. Zum Vergleich kopierte ich dieselbe Datei, wenn sie von der Quellfestplatte nicht komprimiert war. Ich stellte fest, dass der Kopiervorgang mit der komprimierten Quelldatei schneller ging. Diese Aussage ist natürlich sehr vage und deswegen folgen nun genauere Ergebnisse:

Ich verwendete wieder meine virtuelle Maschine und dieses mal die Benchmarkfunktion des Auxiliary Setups von Virtualdub 1.6.19. In neueren Virtualdub-Versionen wurde diese Benchmarkfunktion leider entfernt. Ich gebe hier nur die Geschwindigkeit an, die das Programm beim Schreiben erreicht, da beim Lesen utopische Werte herauskommen, die meine Festplatten gar nicht erreichen können. Ich vermute, dass hier VirtualBox die Leseoperationen cacht und deswegen diese hohen Werte dabei herauskommen, denn im Benchmark hatte ich die Option „Disable Windows buffering“ aktiviert. Dieses Benchmarkprogramm scheint Daten zu erzeugen, die sich sehr gut komprimieren lassen, ist also ideal für diesen Test geeignet.

Wichtig ist bei diesem Test, dass man eine virtuelle Festplatte mit fester Größe, also keine dynamisch wachsende verwendet, denn nur so erreicht man glaubhafte Werte (ansonsten über 500 MB/s lesen und schreiben, was ja nicht sein kann, vermutlich verwendet VirtualBox eine Lauflängenkodierung).

War die Festplattendatei nicht komprimiert, erreichte das Benchmarkprogramm folgende Werte: 96 MB/s; 94,5 MB/s; 95 MB/s

Wurde die Festplattenabbilddatei nun komprimiert, ereichte ich folgende Werte: 223 MB/s; 224 MB/s, 220 MB/s.

Hier zeigt sich, dass der Leistungsgewinn durch die Kompression mehr als das Doppelte beträgt.

 

Die nächste Frage war nun natürlich wie es in der Praxis aussehen wird. Hierzu verwendete ich eine Datei, die sich durch die NTFS-Kompression auf ca. ein Viertel ihrer ursprünglichen Größe eindampfen lies. Dies ist in der Praxis ein schon sehr optimistischer Wert. Die meisten Dateien werden sich wohl viel weniger komprimieren lassen.

Dass dieses mal die Werte niedriger als vorher sind, liegt daran, dass ich nun mit Dateien arbeite, also keinen Daten, die erst frisch erzeugt werden so wie bei den beiden Programmen vorher. Durch das gleichzeitige Lesen und Schreiben auf derselben Festplatte sinkt natürlich die Geschwindigkeit. Ich hatte 2 Festplatten (2 Abbilddateien, die sich auf derselben physikalischen Festplatte befanden), damit nicht einmal von einer komprimierten und dann von einer unkomprimierten Festplatte gelesen werden muss, was natürlich die Ergebnisse verfälscht hätte.

Lange Rede, kurzer Sinn. Unkomprimiert wurden folgende Geschwindigkeiten erreicht. 22 MB/s; 21 MB/s; 22 MB/s.

Nun fuhr ich die VM wieder herunter und lies NTFS die Komprimierung vornehmen. Sehr interessant war, dass die Abbilddatei nun 17.219 (!) Dateifragmente aufwies (vorher 0). Ich defragmentierte nun wieder und führte meine Geschwindigkeitstests erneut durch. Die Werte: 26 MB/s; 25 MB/s; 26 MB/s.

Es trat also ein leichter Geschwindigkeitsvorteil ein. Bei Dateien, die sich auch nur etwas schlechter komprimieren lassen, wird sich die Kompression wohl nachteilig auswirken.

 

Eine Idee, die mir noch kam bezieht sich auf TrueCrypt-Laufwerke, welche über das Netzwerk eingebunden werden. Sprich die Daten werden verschlüsselt über das Netzwerk übertragen und gleichzeitig auch durch NTFS komprimiert, sodass hierbei ein Geschwindigkeitsvorteil entstehen könnte. Um eventuelle Unklarheiten zu beseitigen: Ohne dieses Hilfsmittel ist es nicht möglich die Daten bereits durch NTFS komprimiert über das Netzwerk zu übertragen, sie werden normalerweise erst am Zielrechner komprimiert auf den Datenträger geschrieben.

In meinem Test verwendete ich ein 100 MBit Netzwerk. Ich testete nur mit nicht komprimierbaren Daten, da der Geschwindigkeitsvorteil bei komprimierbaren Daten bereits gezeigt wurde. Mir geht es jetzt nur noch darum, ob bei nicht komprimierbaren Daten ein Geschwindigkeitsverlust eintritt oder nicht. Sollte keiner eintreten, spricht nichts dagegen die NTFS-Kompression ständig zu verwenden, da bei komprimierbaren Daten dann ein Geschwindigkeitsvorteil eintritt.

Hierbei stellte ich fest, dass beim Kopieren von nicht komprimierbaren Daten auf dieses TrueCrypt-Laufwerk die Geschwindigkeit unabhängig von der NTFS-Kompression (im Rahmen der Messgenauigkeit) die Gleiche war. Bei einem schnelleren Netzwerk kann dies aber schon wieder zu Ungunsten der NTFS-Kompression kippen, ähnlich wie bei dem Test mit der externen Festplatte. Denn ein schnelleres Netzwerk bietet mehr Durchsatz, wie auch die externe Festplatte im Vergleich zum 100 MBit Netzwerk.

Um zu testen wie sich das Ganze verhält, wenn in einer bereits vorhandenen Datei Veränderungen vorgenommen werden, erstellte ich mit VirtualBox ein Laufwerksabbild auf diesem übers Netzwerk eingebundenen TrueCrypt-Laufwerk.

Anschließend kopierte ich in VirtualBox eine nicht komprimierbare Datei auf dieses Laufwerk. War die Festplattenabbilddatei unkomprimiert, so erreichte ich im Durchschnitt eine Geschwindigkeit von 8,2 MB/s. Mit der komprimierten Festplattenabbilddatei sank die Geschwindigkeit auf 6,2 MB/s. Das sind fast 25 % Geschwindigkeitsverlust.

Man sieht also deutlich, dass es einen großen Unterschied macht, ob eine neue Datei komprimiert erstellt wird oder aber eine bereits vorhandene komprimierte Datei verändert wird.

 

 

Lesetests:

 

Nachdem die NTFS Ergebnisse für die NTFS-Kompression fürs Schreiben ernüchternd waren, habe ich auch Lesetests durchgeführt.

Dieser sah so aus, dass ich wieder meine Datei, die sich mittels NTFS auf ein Viertel komprimieren lässt, auf derselben Festplatte kopiert habe. Die kopierte Datei wird nicht komprimiert, sondern „1:1“ erstellt.

Ist die Datei als Ausgangsmaterial unkomprimiert, erhalte ich beim Kopieren auf der Festplatte folgende Werte: 20,41 MB/s; 20,83 MB/s; 20,41 MB/s.

Ist das Ausgangsmaterial komprimiert und wird als unkomprimiert erstellt, erhalte ich folgende Werte: 29,41 MB/s; 31,25 MB/s; 30,5 MB/s.

Man sieht hier deutlich, dass durch die NTFS-Kompression Geschwindigkeit gewonnen wurde.

Stellt sich nun die Frage, was ist wenn man für obigen Lesetest eine Datei verwendet, die sich nicht bzw. kaum mittels NTFS komprimieren lässt. Auch hier führte ich Messungen durch und im Rahmen der Messgenauigkeit und der üblichen Schwankungen stellte ich fest, dass es keinen Geschwindigkeitsunterschied macht. Das heißt konkret, dass die NTFS-Kompression den Lesevorgang nicht verlangsamt, gegebenenfalls (je nach Komprimierbarkeit der Datei) jedoch beschleunigt. Natürlich hängt das von der Prozessorleistung ab, aber moderne Prozessoren sollten genug Leistungsreserve besitzen.

 

 

Zusammenfassung / Folgerungen:

 

Durch das Komprimieren mittels NTFS wird eine zusammenhängende Datei in zahlreiche Fragmente zersplittert.

Dateien, auf die Schreibend zugegriffen wird, sollten aus Leistungsgründen nicht mittels NTFS komprimiert werden.

Auf Flashspeichermedien sollte auf die NTFS Kompression in jedem Fall verzichtet werden, da die Leistungseinbußen hier wirklich enorm sind (Faktor 10 bis 20).

Dateien, auf die dauerhaft nur lesend zugegriffen können mittels NTFS komprimiert werden um die Leistung zu erhöhen und natürlich Speicherplatz zu sparen. Auf Servern mag dies anders aussehen, aber ich rede hier vom Privatgebrauch. Einziger Nachteil bei dieser Methode ist natürlich der Zeitaufwand für die Kompression. Ich empfehle gleich den Ordner auf „komprimiert“ zu setzen in den kopiert wird, da dies schneller geht als erst kopieren und dann komprimieren.

Um selbst zu entscheiden, ob es vorteilhaft ist die NTFS-Kompression einzusetzen, würde ich immer die Leistung mit einer Datei testen, die sich nicht komprimieren lässt. Solche Dateien erhält man z.B. wenn man einen TrueCrypt-Container erstellt und diese Datei dann einfach für die Kopiertests verwendet. Tatsächlich lassen sich nämlich die wenigsten Daten wirklich komprimieren. So lassen sich z.B. JPG-Bilder, MP3-Dateien, Videodateien nicht komprimieren.

Wenn bei unkomprimierbaren Dateien keine Geschwindigkeitsnachteile auftreten, würde ich die Kompression aktivieren. Konkret muss man sich also vorher darüber im Klaren sein, ob man auf die Daten nur lesend zugreift oder ob man schreibend zugreift. Wenn ja muss man noch differenzieren, ob man die Daten nur einmalig schreibt oder ob man auf bereits gespeicherte Daten speichernd zugreift, also z.B. ein Dokument öffnet, es bearbeitet und wieder speichert.

 

Zum Schluss noch ein kleiner Absatz, wie man die NTFS-Kompression eventuell auf USB-Flashspeichern doch mit Geschwindigkeitsvorteil nutzen kann:

Ganz verzichten muss man auf die NTFS-Kompression bei USB-Flashspeichern nicht. Man kann sehr leicht eine mit TrueCrypt verschlüsselte Datei zunächst auf der Festplatte erstellen. Dieses TrueCrypt-Laufwerk wird mittels NTFS formatiert und die Komprimierung aktiviert. Anschließend kopiert man die gewünschten Daten darauf, defragmentiert, trennt dieses Volumen in TrueCrypt, setzt in den Dateieigenschaften den Schreibschutz und kopiert es auf den USB-Stick. Durch den Schreibschutz wird dem Verschleiß (siehe auch Stichwort SSD in Wikipedia) durch NTFS vorgebeugt, da nun nichts mehr geschrieben wird. OpenOffice lässt sich problemlos mit diesem Schreibschutz starten. Allerdings konnte ich mit einem langsamen Flashspeicher (ca. 8 MB/s lesen) einen Zeitunterschied von vielleicht einer halben Sekunde feststellen bis das Programm startete. Firefox mochte überhaupt im schreibgeschützten Lesemodus starten. Vielleicht fällt dem Leser dieses Artikels einige andere interessante Anwendungen ein, daher auch meine Erwähnung.

 

Ich hoffe dass ich durch diesen Artikel einige Klarheit über die Auswirkung der NTFS-Kompression auf die Leistung gebracht habe.

 

 

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30.08.2008 - Pearl Kamera Mini-Teleskop-Stativ

Letztes Update 30.08.2008 (V 1.0)

Pearl Kamera Mini-Teleskop-Stativ

 

Mein heutiges Produkt ist das Kamera Mini-Teleskop-Stativ von Pearl. Im Katalog Sommer/Herbst 2008 wird es auch mit einem Bindestrich mehr, nämlich Kamera-Mini-Teleskop-Stativ geschrieben. Es ist unter der Bestellnummer PE-3070 zu haben.

Nur ob sich der Kauf lohnt?

Ein Kauf lohnt sich allerhöchstens, wenn man eine sehr leichte Kamera besitzt, deren Stativgewinde sich zusätzlich auch noch möglichst in der Mitte der Kamera befinden sollte. Andernfalls bekommt man nämlich große Probleme die Kamera auch wirklich festzustellen. Dennoch empfiehlt es sich bei diesem Stativ mit dem Selbstauslöser zu arbeiten, damit man im Moment des Auslösens seine Hände nicht an der Kamera hat. Ansonsten kann es sehr leicht passieren, dass man die Kamera ein kleines Stück bewegt und die Aufnahme damit verwackelt.

Für einige wenige Aufnahmen kann das Stativ genügen, wenn die Kamera die oben genannten Eigenschaften besitzt und man den Selbstauslöser verwendet. Doch auch dann sollte man immer kontrollieren, ob sich der Bildausschnitt nicht verstellt hat und das Motiv auch wirklich scharf ist. Ich konnte einige schöne Aufnahmen damit machen, würde mir dieses Stativ aber nicht nochmal kaufen.

Denn das Stativ hat nicht nur Probleme die Kamera ordentlich zu befestigen, sondern auch Probleme mit dem Material. Mein erstes Stativ ging nämlich relativ schnell kaputt, die Fixierschraube brach zusammen mit einem Teil des Stativs heraus.

Daraufhin bestellte ich mir dasselbe Stativ erneut, da ich dachte, dass ich vielleicht nur ein schlechtes Exemplar erwischt hätte, aber Pustekuchen. Auch bei diesem Stativ trat exakt derselbe Defekt ein. Natürlich waren dieselben Arretierungsprobleme ebenfalls vorhanden.

Fazit: Ich kaufe mir nun woanders ein hochwertigeres Minaturstativ.

 

Zum Abschluss noch ein Bild. Das schwarze Teil über dem Stativ ist die besagte Stellschraube, die bei beiden Stativen zusammen mit einem Teil des Stativkopfs herausgebrochen ist.



 

 
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2.05.2008 - Mini-Klimaanlage (diverse Anbieter)

Letztes Update 13.07.2008 (V 1.1)

Mini-Klimaanlage (diverse Anbieter)

 

Vorweg: Dieses Produkt habe ich mir nicht gekauft, warum soll durch eine physikalisch, mathematische Betrachtung gezeigt werden. Da ich mir das Produkt nicht gekauft habe, gibt es dieses Mal keine Bilder. Die Produktbilder von den zahlreichen Anbietern kann ich aus urheberrechtlichen Gründen nicht mit übernehmen.

 

ELV bietet dieses Produkt unter der Artikelnummer 68-772-16 an und verspricht, dass es überall Kühlung verschafft. Das mag schon richtig sein, Kühlung verschafft es, aber nur sehr wenig, kaum merkbare Kühlung. Die meiste Kühlung beruht wohl auf dem Ventilator, aber Ventilatoren gibt es wesentlich billiger und kompakter.

 

Laut dieser Seite fasst der Tank 0,45 Liter, sprich 450 ml. Dort wird das Gerät sogar noch als Luftbefeuchter angeboten. Das mag schon sein, dass es die Luft befeuchtet, aber der Umfang ist viel zu gering, als dass es mit einem richtigen Luftbefeuchter konkurrieren könnte.

 

Nun bei so einer Klimaanlage ist natürlich immer wichtig, welche Leistung sie denn nun bringt. Da der Zeitraum angegeben wurde, für den die Tankfüllung reicht und der Tankinhalt, kann diese sehr leicht berechnet werden.

Der Kühleffekt beruht vor allem auf der Verdunstung. Ein verschwindend geringer Teil beruht auf dem Kühleffekt des etwas kälteren Wassers.

Bei den folgenden Berechnungen wird alles so angenommen, dass eine maximale Kühlleistung herauskommt. In der Praxis wird die Kühlleistung also noch geringer sein, als hier berechnet.

 

Zunächst zum minimalen Kühleffekt durch Erwärmen des Wassers:

Gehen wir davon aus, dass 0 °C kaltes Wasser verwendet wird, was natürlich sehr unrealistisch ist, aber die rechnerische Kühlleistung erhöht. Die Raumtemperatur soll 20 °C betragen.

450 ml Wasser müssen also um 20 K ( 20 °C) erwärmt werden. Das sind ca. 0,45 kg.

0,45 kg * 4,18 kJ / (kg * K) * 20 K = 37,62 kJ = ≈38 kJ

 

Nun zum eigentlichen Kühleffekt durch Verdunsten des Wassers:

Auf Wikipedia ist die Verdampfungsenthalpie für Wasser gegeben. Nehmen wir den Wert für 0 °C, denn dieser sorgt dafür, dass rechnerisch eine höhere Kühlleistung herauskommt, als in der Praxis.

 

Der Wert für 0 °C beträgt 45,054 kJ/mol. Nachdem ein Mol Wasser 18,02 Gramm entspricht, muss dieser Wert durch 18,02 dividiert werden um den richtigen Wert zu erhalten. 

45,054 kJ / mol : 18,02 g / mol = 2,5 kJ / g

 

Nachdem es insgesamt 450 ml Wasser (≈ 450 Gramm) sind, macht das eine Energie von

450 g * 2,5 kJ / g = 1125 kJ

Diese Energie wird also benötigt um das Wasser zu verdunsten. Diese Energie wird der Umgebung in Form von Wärme entzogen, sie kühlt sich also ab.

 

Nun, da die Energie bekannt ist, die benötigt wird, kann die Kälteleistung berechnet werden.

38 kJ (Energie aus Erwärmung) + 1125 kJ (Energie durch Verdunsten) = 1163 kJ.

Bei dieser Berechnung in Verbindung mit der Nachfolgenden wird davon ausgegangen, dass sich das Wasser konstant über die 8 Stunden erwärmt. In der Praxis trifft dies natürlich nicht zu. In der Realität sieht das ganze dann so aus, dass die Kühlleistung zu Beginn etwas größer ist, als gegen Ende. Aber wirklich ins Gewicht fällt dies nicht, da die Kälteleistung durch Erwärmen im Vergleich zum Verdunsten gerade einmal 3,4 % beträgt.

 

Dividiert man die Einheit Kilojoule (kJ) durch den Faktor 3,6, so erhält man die Energie bzw. Arbeit in Wattstunden (Wh).

1163 kJ / 3,6 Wh / kJ = 323 Wh

 

Nachdem diese Energie über 8 Stunden frei wird und Leistung bekanntlich Arbeit durch Zeit ist, muss obiger Wert durch 8 dividiert werden.

323 Wh / 8 h = 40,375 Watt

 

Nachdem das Gerät auf Stufe 1 bereits selbst 4,3 Watt konsumiert, kann dieser Wert bei dieser Größenordnung nicht unter den Tisch fallen. Er ist nämlich von obiger berechneter Kühlleistung abzuziehen, da diese Energie letztendlich ausschließlich wieder in Wärme umgewandelt wird.

40,375 W – 4,3 W = 36,075 = ≈36 Watt

 

36 Watt Kühlleistung, das ist schon sehr mickrig.

Schaut man sich mal diverse Angebote von Splitklimageräten an, so beginnen diese meistens mit einer Kühlleistung bei 2 Kilowatt (kW). 36 Watt sind gerade einmal 1,8 % davon und damit so gut wie überhaupt nicht spürbar.

 

Sehr eindrucksvoll wird dieser Wert, wenn man ihn mit dem Grundumsatz vergleicht. Der Grundumsatz ist diejenige Menge an Energie, die der Mensch abgibt ohne eine nennenswerte Tätigkeit zu verrichten. Laut diesem Artikel hat der Mensch also eine Heizleistung von 60 Watt.

Konkret heißt das: Man würde 2 solche Geräte benötigen nur um die Energie abzuführen, die man durch seine bloße Anwesendheit an den Raum abgibt. Dabei tritt im Raum noch nicht einmal eine Kühlung ein, sondern die Temperatur wird nur konstant gehalten. Hat man dann noch irgendwelche Elektrogeräte im Raum laufen, heizen diese ihn natürlich noch zusätzlich.

 

Beim Auto ist mit dem Gerät überhaupt nicht an Kühlung zu denken, nachdem die Sonne mit ca. 700 W / m² scheint. Allein die Scheibenfläche hat mehr als 1 m². Da bringt ein öffnen der Fenster wesentlich mehr Kühlung.

 

Nun noch zur beworbenen Eigenschaft als Luftbefeuchter:

 

Für sehr kleine Räume (< 10 m²) könnte dieses Gerät könnte dieses Gerät als Luftbefeuchter eingesetzt werden.

Ich stütze mich für diese Prognose auf den Luftbefeuchter LB 40 von Petra electric. Dieser erreicht in der kleinsten Stufe eine Verdampferleistung von 150 ml pro Stunde und ist laut Hersteller für Räume bis ca. 40 m² geeignet. Diese Mini-„Klimaanlage“ erreicht 450 ml / 8 Stunden = 56 ml pro Stunde. Das ist ca. ein Drittel von 150 ml. 40 m² / 3 = 13,33 m².

Was man dabei allerdings nicht vergessen darf ist, dass dieser professionelle Luftbefeuchter eine 2. Stufe hat, in der er 400 ml pro Stunde schafft.

Wenn man mit diesem Gerät die Luft befeuchten möchte, darf diese also nicht zu trocken sein.

Ich würde jedoch davon abraten dieses Gerät zu verwenden, da sich sehr schnell Keime bilden können. Lieber ein professionelles Gerät kaufen und dafür gesund bleiben.

 

Fazit: Wer zuviel Geld hat und von der Kühlleistung enttäuscht sein möchte, der soll dieses Gerät kaufen.

 

Aktualisierung 13.07.2008:

 

Beim Versandhändler Pearl wird dieses Gerät jetzt ebenfalls angeboten, nur mit einem anderen Namensvorsatz. Dort heißt es „Mobile Mini-Klimaanlage 12V/230V“ und wird unter der Bestellnummer PX-7303 angeboten.


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26.11.2007 - ELV Mini-Gasbrenner

 

Letztes Update 26.11.2007 (V 1.0)

ELV Mini-Gasbrenner

 

Das Produkt ist von ELV mit der Bestellnummer 68-772-86 erhältlich. Die genaue Bezeichnung ist „Schneller Allrounder – Mini-Gasbrenner 1300 °C“.

 

Das Gerät hat einen soliden Aufbau. Zum Starten/Anzünden, wie auch immer man es nennen mag ist zwar mit einer Hand mit ein paar Verrenkungen möglich, mit 2 Händen jedoch geht es erheblich leichter. Das etwas schwere Starten liegt daran, dass eine Kindersicherung eingebaut ist, die ebenfalls gedrückt werden muss, bevor der große Knopf zum Zünden gedrückt werden kann. Wurde der Knopf  einmal heruntergedrückt, ist das Drücken des Kindersicherungsknopfes nicht mehr nötig.

 

Obwohl ELV schreibt, dass die Lieferung „ohne Gasfüllung“ erfolgt, befand sich zumindest bei diesem Expemplar schon etwas Gas in dem Gerät. Das sollte man beachten wenn man das Gerät zum ersten Mal testet, es brennt dann nämlich schon, auch wenn man es vielleicht nicht erwartet.

Der Brenner hat einen Drehregler um die Gasmenge einstellen zu können, allerdings konnte ich keinen so großen Unterschied zwischen Max und Min bei der Flamme feststellen. Das Rauschen der Flamme nimmt jedoch gegenüber der Minimumstellung deutlich zu.

 

Der Brenner hat natürlich seine Nachteile, sonst würde ich hier nicht über ihn schreiben.

Nach einiger Zeit geht der Brenner einfach aus. Das scheint wohl eine Art Überhitzungsschutz zu sein. Ein erneutes Starten ist einige Zeit danach nicht möglich. Wenn man pustet um den Brenner zu kühlen, startet er früher wieder. Es sind ebenfalls mehrere Versuche nötig. Nach dem Zünden brennt er für den Bruchteil einer Sekunde, geht danach wieder aus, das Gas strömt weiterhin aus. Man muss nun mehrmals drücken (teilweise bis zu 20 mal), bis der Brenner wieder dauerhaft brennt.

Dieses Pusten und mehrfache Drücken ist ebenfalls erforderlich, wenn man den Brenner ausmacht und unmittelbar danach wieder starten/zünden möchte.

 

Auf der Webseite ist auch von einer „Abschaltsicherung beim Loslassen des Gerätes“ zu lesen. Diese greift jedoch nicht sofort. Nach dem Loslassen brennt der Brenner noch einige Zeit weiter, wenn er vorher über eine längere Zeit genutzt wurde. Fairerweise muss man sagen, dass die Anleitung erwähnt, dass man sich vor dem Ablegen überzeugen soll, dass die Flamme auch wirklich verloschen ist.

 

Die 20 Minuten Brenndauer habe ich nicht nachgemessen. Ich vermute jedoch, dass sie allenfalls erreicht wird, wenn die Flamme auf schwächster Stufe steht.

 

Die Anleitung zu diesem Brenner befindet sich auf der ELV Homepage oder kann über diesen Link abgerufen werden.

 

Zu Schluss noch ein paar Bilder:

 

 

Von der einen Seite

 

 

Von der anderen Seite

 

 

Blick auf die Brennerfront



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6.04.2007 - ALDI Activ Energy AA Akkus Test

Letztes Update 06.04.2007 (V 1.0)

ALDI Activ Energy AA Akkus Test

 

Mein heutiges getestetes Produkt sind die AA Akkus, die es ab Donnerstag, den 22.03.2007 bei Aldi Süd zu kaufen gab. Sie kosteten 2,39 € und haben eine angegebene Kapazität von 2300 mAh, also 2,3 Ah.

Ich war erst skeptisch und wollte bei einem Discounter keine Akkus mehr kaufen, nachdem die LIDL AAA Akkus so katastrophal schlecht abgeschnitten hatten. Doch ich wurde eines besseren belehrt, dass Discounter-Akkus doch leistungsfähig sein können. Ich persönlich werde bei LIDL jedenfalls keine Akkus mehr kaufen, solange es dort diese Tronic-Akkus gibt, denn dieser Hersteller patzte schon gewaltig bei seiner Dynamo LED Taschenlampe.

Ich habe die Akkus im BC-700 Ladegerät zunächst auf 200 mA Ladestrom vollgeladen und anschließend das Refresh-Programm, bei dem das Ladegerät so lange lädt und entlädt bis keine Kapazitätssteigerung mehr feststellbar ist, mit einem Ladestrom von 500 mA geladen und mit 250 mA entladen. Bereits nach dem ersten Mal laden, übertrafen alle 4 Akkus beim anschließenden Entladen die aufgedruckte Kapazität.

Nach Absolvierung des Refreshprogramms, erreichte der stärkste Akku eine Kapazität von 2,65 Amperestunden. Die anderen 3 Akkus immerhin noch 2,47 Ah, 2,43 Ah und 2,45 Ah. Damit hat selbst der Schwächste Akku eine um 130 mAh größere Kapazität. Bei diesem Preis von rund 2,40 € sind die Akkus also absolut empfehlenswert.

Es bleibt zu hoffen, dass die bei ALDI beim nächsten mal angebotenen Akkus ihre Qualität beibehalten und ebenfalls solche herausragenden Werte liefern.

Ich hoffe, dass die Akkus auch in ein paar Jahren noch gute Werte liefern, denn über die Langlebigkeit kann ich keine Aussagen treffen. No-Name Akkus, auf denen einfach nur „DIGITAL“ steht und immer noch zum Verkauf angeboten werden, sind jetzt nach ein paar Jahren aufgrund einer sehr großen Selbstentladung kaum noch zu gebrauchen, es sei denn, man lädt sie unmittelbar vor Gebrauch auf. Meine erste Packung dieser Akkus hatte bereits einen defekten Akku enthalten. Ich hätte auf mein Gefühl hören sollen und diese Akkus nicht erst umtauschen, sondern komplett zurückgeben sollen.

 

Zum Schluss noch ein Bild der Aldi-Akkus:

 

 

 

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3.04.2007 - Einige wichtige Informationen zu Berufsunfähigkeitsversicherungen

Letztes Update 03.04.2007 (V 1.0)

Einige wichtige Informationen zu Berufsunfähigkeitsversicherungen

 

Die Hauptgrundlange für diesen Text bildet das Buch „ZDF-WISO Risiko Berufsunfähigkeit“ von Oliver Heuchert, welches 2006 im Campus Verlag erschienen ist. Ich finde das Buch jedenfalls lesenswert. Auch wenn man jetzt noch gar nicht arbeitet, sondern vielleicht noch Schüler oder Student ist, sollte man dieses Buch gelesen haben, um sich alle Chancen offen zu halten und eine günstige Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen, falls man sie denn überhaupt bekommt, aber man kann einiges dafür tun. Was man dazu beachten muss, möchte ich hier aufzeigen.

 

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist sehr wichtig, denn 20 % bis 25 % eines Geburtsjahrganges, als jeder Fünfte bis Vierte, wird berufsunfähig.

 

Je früher man in eine solche Versicherung abschließt, desto günstiger wird sie. Der monatliche Beitrag hängt natürlich auch vom vorherigen Gesundheitszustand ab. Je schlechter es um diesen bestellt ist, desto höher die Beitragsleistungen oder man bekommt erst gar keine Absicherung. Eine kleine Auswahl an Krankheiten, mit denen man es sehr schwer hat eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen: bestimmte Herzkrankheiten, schwere Wirbelsäulenschäden, psychische Erkrankungen, Diabetes, Neurodermitis, Rückenbeschwerden, Bluthochdruck. Auch Leute mit starken Allergien haben es ebenfalls schwer, denn diese können später zu Asthma führen.

Vor allem psychische Erkrankungen stellen die häufigste Ursache für eine Berufsunfähigkeit dar, weswegen Versicherer Menschen mit einer solchen Erkrankung oft ablehnen oder eine Ausschlussklausel einbauen, sodass man sein Geld nur dann erhält, wenn man wegen eines anderen Grundes berufsunfähig wird. Sollte man doch eine vollständige Versicherung bekommen, sind die Beiträge entsprechend hoch. „Psychische Erkrankungen“ ist ein sehr dehnbarer Begriff, darunter fällt sehr vieles.

 

Wie erfährt die Versicherung überhaupt von diesen Vorerkrankungen? Nun das ist ganz einfach. Man bekommt einen Selbstauskunftsbogen, in welchem man all diese Erkrankungen angeben muss. Gleichzeitig unterschreibt man mit Vertragsabschluss eine Erklärung zur Entbindung seiner Ärzte von der Schweigepflicht. Die ärztliche Schweigepflicht ist in diesem Land also nur ein paar Worte in einem Gesetzbuch, die so gut wie nichts wert ist, wenn sie schon für eine Versicherung nicht mehr gilt, denn ohne diese Entbindung erhält man die Versicherung nicht. Sollte es zu einem „Schadensfall“ kommen, wird man nochmals um eine Unterschrift zur Entbindung der Schweigepflicht gebeten.

 

Wie kann man sich schützen bzw. sich optimal verhalten, damit man eine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommt?

Es ist relativ simpel. Die Lösung ist, dass man Arztbesuche so gut es geht meidet. Vor allem für Eltern ist dies wichtig, damit sie nicht zu viele Untersuchungen an ihrem Kind durchführen lassen. Man muss sich fragen, ist ein Allergietest bei dem Kind wirklich notwendig? Solange es keine größeren Beschwerden wie tränende Augen bei Pollenflug hat, ist dies auch nicht nötig. Denn ist eine Allergie nicht diagnostiziert, kann man sie auch nicht verschweigen. Selbst wenn in so einem Fragebogen die Frage auftaucht, ob man Allergien hat und diese selbst bei sich vermutet, kann man diese verneinen, denn es gibt keine ärztliche Diagnose und somit kann die Versicherung einem zum Einen nichts beweisen und zum Anderen weiß man es selbst nicht besser, also man kann nicht davon ausgehen, dass man eine Allergie hat.

Bei Heuschnupfen verschreiben die Ärzte meistens ein Antihistaminikum, meistens Xusal, denn dieses zählt zu den neuen Antihistaminika, welche nicht mehr müde machen (sedierend wirken), außerdem ist es verschreibungspflichtig, sodass ein Teil der Kosten von der Krankenkasse übernommen wird. Es gibt jedoch auch rezeptfreie Antihistamika wie Ceterizin von diversen Herstellern, welche dann selbstständig genommen werden können und somit auch eine Linderung der Beschwerden ohne Arzt eintritt. Auch Ceterizin zählt zu den neuen Antihistaminikas, wie auch Xusal.

Sehr gefährlich um abgelehnt zu werden sind psychische Krankheiten, vor allem die Depression. Ich kann den Trend feststellen, dass bei immer mehr Personen eine Depression diagnostiziert wird, ist ja auch logisch, denn die Medikamente und gegebenenfalls Therapien sind sehr teuer, damit lässt sich ein gutes Geschäft machen. Eine „echte Depression“ schränkt die Leistungsfähigkeit stark ein und kann ein Grund für eine Berufsunfähigkeit sein, logisch also, dass ein Versicherer gerne auf einen solchen Kunden verzichten möchte. Bei den jugendlichen Vorsorgeuntersuchungen findet sich ein Fragebogen. Die Fragen, die eine Depression „enttarnen“ sollen, sind sinnvollerweise mit „depr“ oder so ähnlich abgekürzt. Man sollte diese nun folglich so beantworten, dass kein Verdacht auf eine Depression aufkommt. Bei gesundheitpro.de, der offiziellen Seite zur Apothekenumschau ist Depression ein regelmäßiges Thema, so wie im heutigen Newsletter, bei dem es dieses mal um Depressionen bei Jugendlichen geht, Link. Wenn ich als Erziehungsberechtigter meinem Kind etwas Gutes tun möchte, würde ich nicht deswegen mit ihm zum Arzt gehen, schließlich verbaut er sich damit quasi seine Zukunft, denn er bekommt nur eine sehr teure Berufsunfähigkeitsversicherung oder überhaupt keine, somit hat er später das Nachsehen.

 

Auf Seite 155 des Buches „ZDF-WISO Risiko Berufsunfähigkeit“ von Oliver Heuchert findet sich eine wichtige Formulierung, welche man einer Schweigepflichtsentbindung hinzufügen sollte. Es geht darum, dass man von den angeforderten Unterlagen erhält, denn schließlich können irrtümlicherweise Unterlagen verwechselt worden sein und die Versicherung lehnt dann aufgrund dieses Fehlers die Leistungsforderung ab.

 

Früher war es üblich, dass bei einer Anfrage zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung gefragt wurde, ob man bereits abgelehnt wurde. Diese Frage ist heute nicht mehr notwendig, denn die Versicherer haben Zugriff auf eine so genannte „Wagnisdatei“, in der gespeichert ist, ob ein Versicherungswilliger schon einmal abgelehnt wurde. Deswegen macht es immer noch Sinn mehrere Anfragen gleichzeitig zu starten. Sollte man von einigen Versichern abgelehnt werden, steht man vielleicht zu dem Zeitpunkt zu dem die anderen Versicherungen nachsehen noch nicht in dieser Wagnisdatei. Unter Datenschutzgründen sehe ich diese Wagnisdatei sowieso sehr problematisch.

 

Ich bin nur auf einige wenige Punkte eingegangen, das Buch bietet noch viel mehr wichtige Informationen und ist für jeden lesenswert damit man Fehler, wie zu viele ärztliche Untersuchungen, meiden kann.

 

 

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15.03.2007 - Kodak EasyShare C653 Digitalkamera

Letztes Update 15.03.2007 (V 1.0)

Kodak EasyShare C653 Digitalkamera

 

Mein heutiges getestetes Produkt ist die Kodak EasyShare C653 Digitalkamera.

Dinge, die an ihr optimal sind, die mich zum Kauf bewogen hatten:

  • Optisches Sucher (sehr hilfreich bei Sonnenschein)
  • Verwendet preisgünstige SD-Speicherkarten
  • Energieversorgung AA-Akkus (jederzeit wechselbar, die Kamera ist immer einsatzbereit)
  • 3fach optischer Zoom, wobei den die meisten Kameras haben
  • Mit 100 € Kaufpreis ist sie preiswert

 

Sehr negativ ist anzukreiden, dass die Kamera kein Handbuch hat. Es wird zwar ein „Wälzer“ mitgeliefert, Wälzer deswegen, weil er sehr dick ist. Diese Anleitung jedoch ist in sage und schreibe 12 (!) Sprachen verfasst und geht über eine Inbetriebnahme und Kurzerklärung der Tasten nicht hinaus. Die ist auch eine Möglichkeit um Geld zu sparen und den Profit zu maximieren. So braucht man die Kameras nicht regionalisieren, sondern kann sie gleich überall so auf der Welt verkaufen ohne darauf zu achten, ob die passende Anleitung beiliegt.

Zwar liegt der Kamera eine CD bei, deren Software man nach der Anleitung doch bitte installieren möchte (die Kamera kann ohne Probleme an Windows XP ohne diese „tolle Software“ betrieben werden), aber auf dieser CD befindet sich ebenfalls keine Anleitung.

In dieser gedruckten „Anleitung“, sofern man das als Anleitung bezeichnen kann, ist eine lange URL abgedruckt, unter der man sich doch die ausführliche Bedienungsanleitung herunterladen möchte. Wie bitte? Ich habe eine Digitalkamera gekauft und soll mir die Anleitung dafür aus dem Netz besorgen? Es ist zwar leider schon Praxis, dass gedruckte Anleitungen immer seltener werden, aber die Anleitung auf CD wäre doch immerhin möglich gewesen. Wie soll denn jemand ohne Internet diese Kamera richtig nutzen?

Fazit: Für Menschen ohne Internetzugang (die diesen Test leider nicht lesen können), ist diese Kamera völlig ungeeignet.

 

Meine jetzige Kamera ist die Kodak EasyShare CX7530 Digitalkamera, mit der ich sie verglichen hatte. Mit der CX7530 bin ich eigentlich sehr zufrieden. Das einzige was mich wirklich stört, ist dass die Kamera die Bilder sehr stark komprimiert und dadurch in der 1:1 Ansicht deutliche Artefakte zu erkennen sind. Die Kompressionsstufe lässt sich an beiden Kameras nicht einstellen.

 

Damit man einen Eindruck von der starken Kompression der CX7530 bekommt und sie mit der C653 vergleichen kann, habe ich mit beiden Kameras den Originalkarton der C653 fotografiert, einen Ausschnitt gewählt, die Auflösung gleich gelassen und mit Irfanview auf JPEG-Kompressionsstufe 100 (beste Qualität, damit keine neuen Artefakte hinzukommen) gespeichert.

Das Bild der CX7530:

Deutlich kann man sehen wie die Buchstaben mit dem (ursprünglich) weißen Hintergrund verschwimmen. An den grauen Buchstaben (vor allem bei „Zoom“) lassen sich die Artefakte in Form von Klötzchen erkennen.

Da dies kein Test der CX7530 ist, nun zum selben Ausschnitt mit der C653. Das Bild ist etwas größer, da die C653 mit 6,1 Megapixel eine geringfügig höhere Auflösung als die CX7530 mit 5,0 Megapixeln hat.

Man sieht, dass die Schärfe wesentlich höher ist. Der Grund ist ganz einfach, denn die C653 komprimiert nicht so stark wie die CX7530, aber dennoch sind leichte Artefakte sichtbar. Beide Bilder wurden mit Blitz aufgenommen. Wie ich in einem Forum gelesen habe, sollen Kodakkameras dafür bekannt sein, sehr stark zu komprimieren.

 

Es ist zwar lobenswert, dass ein optischer Sucher vorhanden ist, aber die Sichtfläche ist sehr klein geraten. So wie ich das sehe, wurde er sehr halbherzig implementiert. Dabei ist er gerade bei Sonnenlicht sehr nützlich, wenn fast nichts mehr auf dem Display erkennbar ist. Ebenfalls gut gebrauchen kann man ihn bei Nachtaufnahmen, wenn es zu finster ist, als dass das Display etwas Erkennbares anzeigen würde.

 

Das Display ist zwar sehr groß, aber leider sehr grobkörnig. Wobei man sagen muss, dass ich schon grobkörnigere Displays bei Digitalkameras von Casio gesehen habe. Wer mit dem Begriff grobkörnig nicht viel anfangen kann: Die Grobkörnigkeit entsteht dadurch, dass das Display für die verwendete Auflösung zu groß ist. Abhilfe schafft ein kleineres Display oder eine höhere Auflösung, aber kostet dem Hersteller halt zuviel und dem Standardkunden fällt es nicht auf.

Ein Bild des grobkörnigen Displays (eine Menüseite ist abgebildet):

 

Nervig sind auch die Motivprogramme „Motivmodi“ vom Hersteller genannt. Es wird mit 20 an der Zahl geworben. So viele braucht meiner Meinung nach keiner. Nervig daran ist die Auswahl. Man muss mit dem Steuerkreuz durchdrücken, bis man das richtige gefunden hat. Schnell mal das richtige Programm finden, ist also nicht drinnen.

 

Aber Schnelligkeit ist sowieso nicht die Stärke dieser Kamera. Die Auslöseverzögerung ist extrem hoch. Bei Weitwinkel und großer Helligkeit, ist die Kamera zwar angenehm schnell, aber sobald es etwas dunkler ist und man den maximal möglichen optischen 3-fach Zoom ausnutzt, vergehen 2,6 Sekunden nach dem Drücken des Auslöser bis die Kamera fotografiert. Gemessen habe ich mit einer Stoppuhr und die Zeit gestoppt, sobald der Blitz ausgelöst wurde. Schnappschüsse sind also nicht drinnen. Wenn man ein Tier fotografieren möchte, ist das längst weg. Auf einer Party (bei denen es ja gerne etwas dunkler ist) ist die Situation schon lägst vorbei, bis die Kamera scharf ist. Auch bei der CX7530 Digitalkamera habe ich beobachtet, dass sie mit abnehmender Helligkeit und zunehmendem Zoomfaktor länger braucht um scharf zustellen, allerdings viel schwächer ausgeprägt und noch relativ schnell.

 

Die Kamera verfügt über eine Art Verwacklungsindex, der mit einer grünen Hand anzeigt, dass alles in Ordnung ist, eine gelbe heißt leicht verwackelt und eine rote stark verwackelt. Also zumindest schließe ich das so. In der Kurzanleitung stand dazu nichts und eine Bedienungsanleitung lade ich mir doch nicht aus dem Internet.

Jedenfalls bringt es die Kamera fertig selbst bei dem strahlenden Sonnenschein in den letzten Tagen Zoomaufnahmen über die Stadt zu verwackeln. Sowohl das Handsymbol ist gelb oder rot und auch am PC sieht man, dass die Bilder aufgrund Verwackelns unscharf sind.

Ebenfalls verwackeln Aufnahmen mit dem Blitz innerhalb von Räumen. Ich finde dies sehr seltsam. Ich habe auch andere Personen Bilder machen lassen um auszuschließen, dass vielleicht nur ich diese Kamera etwas unruhig halte, aber auch diese Leute verwackelten die meisten Bilder.

 

Negativ ist auch zu bemerken, dass sich der USB-Anschluss völlig ungeschützt an der Seite befindet. Er kann dadurch leicht verdrecken und vielleicht sogar unbrauchbar werden. Wieso konnte man keine Klappe als Schutz, wie bei der CX7530 anbringen? Ich nehme die Antwort mal vorweg. Die paar Cent wären doch zu teuer.

 

Ich habe die Kamera wieder in den Laden zurückgebracht. Ich finde es eine Zumutung was mir da verkauft wurde. Ohne Anleitung, sehr lange Auslöseverzögerung und verwackelte Aufnahmen bei strahlendem Sonnenschein.

 

Zum Schluss noch ein paar Bilder. Vom Design und der Optik her, ist sie eigentlich nicht schlecht. Vielleicht hätte man dort das Geld sparen sollen und in die inneren Werte stecken sollen.

 

Ansicht auf die Rückseite mit dem Display:

 

Von oben. Das Drehrad hat im Gegensatz zur CX7530 massiv an Wahlmöglichkeiten verloren.

 

 

 

 

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20.02.2007 - LIDL Tronic AAA Akkus Test

Letztes Update 20.02.2007 (V 1.0)

LIDL Tronic AAA Akkus Test

 

Mein heutiges untersuchtes Produkt sind die Akkus der Größe AAA, die es ab dem 25.01.2007 bei LIDL für 2,49 € zu kaufen gab. Laut Verpackung und Werbetext sollen diese Akkus eine Kapazität von 900 mAh besitzen.

 

Da ich als Ladegerät das BC 700 besitze, mit dem es möglich ist die entnehmbare Kapazität zu bestimmen, habe ich dies bei meinen 12 gekauften Akkus durchgeführt.

Eine Sache, die mir gleich aufgefallen ist, ist die Isolierung am Minuspol. Diese deckt einen großen Teil des Minuspols ab, ca. 2 mm, welche ich erst mit einem Schraubenzieher zur Seite drücken musste, damit die Akkus in meinem Ladegerät erkannt wurden.

Der Pluspol wirkt sehr spitz, denn zum Einen ist der Akkukörper ist ein bisschen kürzer als bei anderen Akkus und zum Anderen ist er zusätzlich noch etwas dünner.

 

Nunmal zu meiner Ladetabelle:

 

 

GL steht für geladenen Kapazität. Bei den letzten Ladevorgängen wurde die geladene Kapazität über die Zeit ermittelt (Zeit mal 200 mA ergibt die geladene Kapazität), wobei ich die Zahlen etwas nach unten korrigiert habe, da der Ladestrom im Mittel etwas geringer als 200 mA ist. Greifen wir als Beispiel den Akku 7 heraus. Diesem wurden 766 mAh entnommen, anschließend jedoch 1400 mAh geladen. Das entspricht einem Ladewirkungsgrad von gerade mal 55 %, also wurde fast die Hälfte der zugeführten Energie in Wärme umgewandelt. Gute Akkus kommen auf ca. 80 % Ladewirkungsgrad, laut Wikipedia liegt er zwischen 70 % und 85 %.

Ent steht für entnommene Kapazität.

Die in der Tabelle fettgedruckten Kapazitäten sind die zuletzt entnommenen Kapazitäten des jeweiligen Akkus. Wie man erkennen kann, schafft Akku 10 maximal 785 mAh und das ist der beste Akku. Das sind 13 % zu wenig Kapazität, schließlich wurden 900 mAh versprochen. Der schlechteste Akku (Akku 1) bringt es gerade mal auf 607 mAh, dies sind 33 % oder rund ein Drittel zu wenig Kapazität.

Alle Akkus wurden erstmal geladen, bevor sie überhaupt entladen wurden. Der Ladestrom im BC 700 war jedes Mal auf 200 mA, der Entladestrom auf 100 mA eingestellt.

 

Nun zu meinen Anmerkungen:

1)      Die Akkus wurden ab dem 5. mal im BC 700 entladen, wobei dies auf das Refresh-Programm gestellt war. Beim Refresh-Programm lädt und entlädt das Ladegerät so lange, bis es keine Steigerung der entnommenen Kapazität mehr feststellen kann. Die dabei ermittelte Kapazität wurde beim 6. Vorgang erreicht. Akku 1 wurde zusätzlich mit dem Testprogramm behandelt, bei dem der Akku erst vollgeladen, dann entladen wird und diese Kapazität wurde notiert. Sie lag sogar niedriger als beim Refresh-Programm, deswegen wurde bei den anderen Akkus darauf verzichtet sie nochmals zu testen. Bevor sie im BC 700 entladen wurden, wurden sie in der LED-Taschenlampe von Aldi entladen. Ich habe darauf geachtet, dass sie dabei nicht tiefentladen wurden, wodurch sie beschädigt werden könnten.

2)      Wie bei Anmerkung 1, nur dass die Akkus dieses mal bereits ab dem 3. Vorgang im BC 700 entladen wurden (vorher wieder die LED Lampe).

3)      Wie bei den Anmerkungen vorher, hier wurde ab dem 4. Vorgang im BC 700 entladen.

4)      Hier wurden die Akkus nach dem 1. Laden nur ca. 30 Minuten in der LED Taschenlampe entladen, danach wurden sie dem Refresh-Programm überlassen.

 

Die Akkus haben also nicht nur eine wesentlich geringere Kapazität als versprochen, sondern die Kapazitätsschwankung innerhalb der Akkus ist ebenfalls sehr hoch. Dies führt dazu, dass der schwächste Akku  leicht tiefentladen werden kann, wodurch sich seine Kapazität weiter verschlechtert,  er noch schneller entladen ist, usw.

Auch wenn das Preisleistungsverhältnis immer noch günstig ist, sind sie aufgrund der Kapazitätsunterschiede meiner Meinung nach nicht zu empfehlen, denn der schwächste Akku kann sehr leicht kaputt gehen.

Eigentlich hätte ich vor dem Kauf auf meine Intuition vertrauen sollen, denn die „Akkukenntnisse“ des Herstellers Tronic hat er ja bereits bei der Dynamo LED Taschenlampe bewiesen (bei dieser wird ein LiIo-Akku mit dem 60fachen Ladestrom geladen).

 

Die Vorderseite der Verpackung:

 

Das ist die einzige der 3 Verpackungen, die noch einigermaßen heil ist. Die Verpackung kann man als regelrechte Umweltsau bezeichnen. Der Karton ist viel zu dick, den hätte man wesentlich dünner machen können, dann fiele einem auch das Öffnen nicht so schwer.

 

Die Verpackungsrückseite:

 

Der Hersteller schreibt, dass die „vollständige Ladekapazität“ nach 5 Ladevorgängen erreicht wird, bei ca. der Hälfte der Akkus wurde sie schon nach 4 Vorgängen erreicht, was vorteilhaft ist. Negativ ist allerdings die angegebene Ladezeit von 7 Stunden bei 180 mA, denn das heißt die Akkus sind wahrscheinlich nicht schnellladefähig und gehen bei größeren Ladeströmen ziemlich schnell kaputt. Die 200 mA Ladestrom des BC 700, sind gerade mal um 11 % größer, also kann man nicht sagen, dass es ein zu hoher Ladestrom war, der dazu führte, dass die Kapazität der Akkus so gering ausfällt. Vor allem weil der tatsächliche Ladestrom etwas kleiner als 200 mA ist.

Natürlich kann man von diesen AAA Akkus nicht auf die AA Akkus oder C- und D-Zellen schließen, allerdings vermute ich, dass diese Akkus ebenfalls nicht die versprochene Kapazität auch nur ansatzweise erreichen.

 

 

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5.02.2007 - ALDI Luxeon-LED-Taschenlampe

Letztes Update 05.02.2007 (V 1.0)

ALDI Luxeon-LED-Taschenlampe

 

Mein heutiges Testobjekt ist die LED-Taschenlampe, die es am 4. Dezember 2006 bei ALDI-Süd für 12,99 € zu kaufen gab.

Die Lampe scheint im Großen und Ganzen ganz gut gelungen zu sein. Ein paar kleine Mängel hat sie zwar, zu denen ich noch kommen werde, aber das Preisleistungsverhältnis ist denke ich sehr gut.

 

Es gab 2 Versionen eine mit gummiertem Tragegriff und Farbfiltern und eine, die aus Vollaluminium bestand. Ich besitze nun letztere. Bei Aldi ist noch die Produktbeschreibung auf der Webseite hier online.

 

Es ist die obere auf dem Bild, die ich besitze. Im Forum von www.energie-bewusstsein.de findet sich ein Testbericht zu einer älteren Lampe, die der unteren auf dem Bild mit dem gummierten Griff entsprechen müsste. Den Testbericht gibt es hier.

Es ist von einem einfachen Widerstand die Rede und die gemessene Stromaufnahme beträgt 250 mA. Bei 4 Volt wäre das genau 1 Watt, bei Akkus soll die Stromaufnahme nur noch 100 mA betragen.

Bei meiner Lampe konnte ich keinen simplen Widerstand mehr feststellen, sondern ein IC erkennen. Dieses IC ist vermutlich für die Blinkfunktion verantwortlich. Der Schalter ist nämlich vollelektronisch, d.h. ist die Lampe in Betrieb und entfernt man die Batterien bzw. Akkus und legt sie wieder ein, ist die Lampe aus und man muss sie erst wieder einschalten. Einmal Drücken macht die Lampe an, ein zweites mal Drücken bringt sie zum Blinken, mit einem dritten Druck, geht sie erst aus. Ich finde das sehr gewöhnungsbedürftig und auch nervig, vor allem bedeutet das einen doppelt so schnellen Schalterverschleiß. War die Lampe ausgeschaltet, war keine Stromaufnahme messbar, d.h. sie ist sehr gering, sodass sich die Lampe nicht nennenswert durch bloßes Herumstehen entlädt.

Vermutlich ist diese elektronische Kontrolle der LED auch dafür verantwortlich, dass die Lampe bei einem Schlag auf die Hinterseite ausgeht. Ich vermute, dass das Batteriefach kurz den Kontakt verliert, die Spannung zusammenbricht und sie dann deswegen auf „aus“ ist. Die Lampe ist zwar durch das Aluminiumgehäuse sehr stabil und sollte einen Sturz aus nicht allzu großer Höhe unbeschadet überstehen, sofern sie nicht auf die Plastikscheibe fällt, jedoch könnte sie dabei ausgehen. Dies ist dann in der Nacht dumm ist, weil man sie schlecht finden kann, wenn sie dann unbeleuchtet ist. Je nach Auftreffwinkel geht sie schon aus 10 Zentimetern bei einem Fall auf einen Teppichboden aus.

Das Akkufach hängt manchmal auch ein bisschen fest, sodass man den länglichen Lampenteil auf beiden Seiten aufschrauben muss, um von einer Seite zu drücken, damit das Batteriefach herauskommt. Ob es klemmt oder nicht, hängt von den verwendeten Akkus oder Batterien ab, wie dick diese sind, denn auch hier gibt es Fertigungstoleranzen.

 

Die Lampe liegt angenehm in der Hand. Den versprochenen Schutz vor Spritzwasser traue ich der Lampe ohne Weiteres zu, denn an den Schraubverschlüssen sind überall schwarze Gummidichtungen angebracht.

Die Lampe ist sehr hell, hat ein klares, weißes Licht und die versprochene Reichweite von 35 Metern schafft sie auch, sogar mit Akkus, die bekanntlich etwas weniger Spannung haben.

 

Die Taschenlampe besitzt vermutlich keinen Schutz vor Tiefentladung, denn sie leuchtete sogar noch mit 2,54 Volt. Mit abnehmender Spannung leuchtet sie zwar immer dunkler, aber geht nicht komplett aus. Da sie ein IC besitzt, wäre es perfekt gewesen, wenn sie bei Unterscheiten einer bestimmten Spannung abschaltet (um Tiefentladung oder gar ein Umpolen von Akkus zu verhindern), man sie aber durch einen Druck von ca. 3 Sekunden auf den Schalter wieder reaktivieren kann, was im Notfall dann sinnvoll ist.

 

Die Lampe ist zwar sehr kompakt, allerdings hätte ich mir sie etwas größer gewünscht, denn sie wird mit 3 AAA Zellen bestückt. AA Akkus wären viel wünschenswerter gewesen, da die eine wesentlich längere Leuchtdauer ermöglichen würden.

 

Zwar steht auf der Verpackung, dass es eine 1-Watt-Luxeon-LED ist, aber die tatsächliche Leistungsaufnahme beträgt leider mehr als das Doppelte. Geht man von einer Spannung von 4 Volt aus, müsste der Strom 250 mA für 1 Watt Leistung betragen. Ich habe nun mal mit vollen Akkus nachgemessen. Bei vollen Batterien ist die Leistungsaufnahme sogar noch größer, da diese eine höhere Spannung besitzen.

Unbelastet hatten die Akkus 4,10 Volt geliefert. Wurde die Lampe in Betrieb genommen, sank die Spannung auf 3,42 Volt bei einem Strom von 660 mA. Die Leistung ist bekanntlich Strom mal Spannung (für Gleichspannung), P = U * I, P = 3,42 V * 0,66 A = 2,26 Watt. Ich finde das sehr schade, dass sie wesentlich mehr Saft braucht als auf der Verpackung angegeben, denn dadurch halten Akkus und Batterien weniger als halb so lang.

Ich habe noch ein paar weitere Messungen durchgeführt. Bei den mitgelieferten Duracell Batterien betrug der Strom sogar 850 mA bei 3,45 Volt, was dann sogar 2,9 Watt entspricht, also rund das 3fache der Leistung, die auf der Verpackung steht.

Um zu sehen, wie sich die Taschenlampe mit schwächeren Akkus verhält, habe ich ein Potentiometer davor geklemmt, den Widerstand verändert und dann Spannung und Strom gemessen:

 

3,07 V 210 mA

2,98 V 130 mA

2,92 V 90 mA

2,89 V 90 mA

2,86 V 60 mA

 

Wie man erkennen kann, sinkt der Strom sehr schnell mit fallender Spannung. Die gemessenen 850 mA bei den Batterien, lassen mich nicht von einer intelligenten Regelung ausgehen, welche den Strom optimal an die LED und die Batteriespannung anpasst, denn diese würde bei höherer Spannung den Stromfluss reduzieren.

 

Lässt man die Lampe mit Akkus eingeschaltet herumstehen, erwärmt sie sich stark. Man kann sie noch anfassen und als Handwärmer benutzen, ich schätze die Temperatur so auf 40 °C. Schraubt man die vorderste Abdeckung herunter, sodass man die LED sieht, riecht es dann dort auch verbrannt heraus. Die ist kein Einzelfall, bei einem zweiten Exemplar, trat ebenfalls diese starke Erwärmung und der Schmorgeruch auf. Die Lampe scheint dies jedoch ohne Folgen zu überstehen.

Ich finde es nur schade, dass sie soviel Strom konsumiert, die LED-Lampe, die im Energiebewusstsein-Forum getestet wurde, kam auf ihre 250 mA bzw. 1 Watt und nicht mehr als 2 Watt wie diese. Allerdings kommt es darauf an, wie man misst. Ich musste mit der 10 Ampere Leitung meines Multimeters messen, denn bei der 300 mA Einstellung ist zuviel Spannung im Multimeter abgefallen, sodass der Strom nur 270 mA betrug. Sollte „andreasm“ nicht bemerkt haben, dass im Multimeter zuviel Spannung abfällt, kann es leicht passieren, dass die Werte verfälscht sind, denn jede Messung beeinflusst den Stromfluss.

Um Vergleiche anstellen zu können, müsste man den Stromfluss bei anderen Luxeon LED Lampen ebenfalls messen. Allerdings scheint es möglich zu sein so eine Luxeon 1 Watt LED wesentlich effizienter bzw. geregelt anzusteuern. Im „LED Forum“ gibt es hier einen Beitrag in dem das Forenmitglied „Kurzschluß“ so eine 1 Watt LED mit Hilfe einer Schaltung, die einen Wirkungsgrad von bis zu 90 % erreicht, betreibt. Bei 2 Volt fließen dann 600 mA, was genau 1,2 Watt entspricht. Die verwendete Schaltung besitzt zusätzlich einen Tiefentladeschutz, der die Leistung dann auf 20 % drosselt. Alles in Allem eine super Angelegenheit.

Noch ein paar interessante Bemerkungen. Wie ich diesem Dokument entnehmen konnte, sollte die LED bei 3,42 Volt mit 350 mA betrieben werden, das entspricht dann schon mal 1,20 Watt, statt den angegebenen 1 Watt (1,20 Watt sind gerundet 1 Watt).

Es gibt aus meiner Sicht 2 Erklärungen, warum die Lampe soviel mehr Leistung aufnimmt. Entweder die Lampe wird gnadenlos mit zuviel Strom betrieben, was durchaus möglich ist, allerdings dazu führt, dass die Helligkeit mit der Zeit rapide abnimmt. Möglichkeit 2 ist, dass die Lampe mit Wechselstrom betrieben wird und dieser Konverter einen miesen Wirkungsgrad hat und dieser die ganze Energie verheizt. Allerdings sprechen meine Messungen gegen diesen Konverter, wie bei der rapiden Stromabnahme mit der Spannung bereits festgestellt. Auch dieser Schmorgeruch spricht dafür, dass die LED überlastet wird.

 

Anfangs als ich begonnen hatte diesen Test zu schreiben, war ich noch von dieser Lampe begeistert für den Preis und das Licht das sie liefert. Jetzt allerdings musste ich feststellen, dass die Stromaufnahme viel zu hoch ist und es Schaltungen gibt, die das wesentlich besser machen. Einen so starken Messfehler schließe ich aus, denn mit Akkus, welche gemessene 600 mAh hatten, brannte die Lampe ca. eine Stunde, somit kommt der gemessene Strom schon hin. Jetzt würde ich mir 2 mal überlegen, ob ich mir diese Lampe noch mal kaufen soll. Aufgrund des verschwenderischen Umgangs mit der Elektrizität, empfehle ich für die Lampe Akkus zu verwendet und um die Akkus nicht zu beschädigen sie rechtzeitig zu wechseln, sobald man feststellt, dass die Lampe deutlich dunkler brennt.

 

Wie immer, zum Abschluss ein paar Bilder um einen besseren Eindruck von dem Produkt zu bekommen.

 

 

Verpackungsvorderseite, mit Lampe und Tragetasche. Die mitgelieferte Tragetasche kann zwar ganz nützlich sein, jedoch halten sich die Abmessungen der Lampe mit ca. 13,5 cm Länge und 2,5 bis 3 cm Durchmesser so in Grenzen, dass man die Lampe problemlos in eine Hosentasche stecken kann. Hier kann man wirklich von Taschenlampe sprechen, im Gegensatz zur LIDL Dynamo-LED-Taschenlampe.

 

 

Verpackungsrückseite mit der Lampe in der Tasche:

 

 

Die Lampe in Einzelteilen.

 

 

Blick auf die Luxeon-LED. Hier riecht es dann auch verbrannt/verschmort oder wie man das auch immer nennen möchte. Ist die Lampe kalt, ist nichts mehr zu riechen.

 

 

Nochmal die Lampe in Einzelteilen. Erkennbar ist der Dichtungsgummi an manchen Teilen.

 

 

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3.02.2007 - Neubert „Frohes neues Spar“ Rabattaktion

Letztes Update 07.03.2007 (V 1.2)

Neubert „Frohes neues Spar“ Rabattaktion

 

Allein schon über dieses Wortspiel „Frohes neues Spar“ könnte man sich aufregen. Vor allem weil wir jetzt mittlerweile Februar haben und diese Aktion immer noch läuft.

 

Angeblich wurde sie ja jetzt zum letzten mal verlängert und läuft noch genau bis heute, also dem 3. Februar 2007. Ich habe das nicht verfolgt, wie oft diese Aktion denn nun schon verlängert wurde. Jedenfalls hört sich das „letztmalig verlängert“ so an, als wurde die Aktion schon recht oft verlängert. Ist ja auch unternehmerisch sehr sinnvoll die Aktion nicht von Anfang an fest zu begrenzen, sondern erst eine nur kurze Dauer anzugeben und dann immer weiter zu verlängern. So nämlich erreicht man, dass Leute überstürzt Dinge kaufen, bei denen sie dann später feststellen, dass sie doch nicht notwenig gewesen wären. Der Kunde denkt, jetzt bekommt er noch 20 oder 30 % (je nach Warengruppe), deswegen muss er zuschlagen, bevor es diesen Rabatt nicht mehr gibt.

Der Unternehmer verlängert dann diese Aktion um noch mal Kunden zu kriegen, die wiederum auf diesen Trick reinfallen. Ist ja bei Opel ähnlich, bis Ende 2006 gab es die Mehrwertsteuer, nun gibt es von Opel 2 Jahre die Vollkasko und Haftpflicht, KFZ-Steuer und dann eine „Opel Anschlussgarantie“ im 3. und 4. Jahr, was auch immer das sein soll. Durch diese Aktion könnte man jetzt im neuen Jahr sogar mehr sparen als durch den Mehrwertsteuerrabatt im alten Jahr 2006. Natürlich muss man auch hier wieder das Kleingedruckte lesen, denn es ist von einer Selbstbeteiligung von 500 € die Rede und dann auch noch auf gewisse Schadensklassen beschränkt. Allein schon die Werbung „eine Mehrwertsteuer, eine Mehrwertsteuer, die hab ich mir immer gewünscht“ finde ich so hirnrissig. Einfach Radio aus und gut ist, braucht man sich wenigstens nicht mehr aufregen.

Diese Tricks die Leute im letzten Moment etwas unüberlegt kaufen zu lassen, ist jedenfalls Gang und gäbe und sie scheinen doch drauf hereinzufallen. Die Unternehmen wollen die Leute überrumpeln, sodass sie nicht wirklich Zeit haben sich zu überlegen, ob sie das jetzt schon brauchen oder ob es ihr altes bereits vorhandenes Produkt nicht doch noch ein Jahr tut und dann gibt’s bestimmt wieder die nächste Sparaktion um Kunden zu ködern. Wie oft hat man schon erlebt, dass es bei einer Aktion heißt „verlängert wegen großer Nachfrage“, ehrlicher wäre wohl gewesen „verlängert um noch mehr Leute dazu zu bringen überstürzt zu kaufen“. Es bleibt jedenfalls nur zu hoffen, dass die Leute diesen Trick irgendwann durchschauen, denn in letzter Zeit werden solche Aktionen ja viel zu häufig verlängert und wirken langsam unglaubwürdig.

 

Laut meinen Quellen ist es bei Neubert jedenfalls so, dass sich die Rabattaktion noch bis in den April geht. Also noch den gesamten Februar und März. Neubert braucht sich mit „letztmalig verlängert“ ja nicht mal widersprechen. Eine Aktion „Frohes neues Spar“ kann man wohl kaum bis in den März aufrechterhalten, deswegen wird es so sein, dass die Aktion wohl einfach einen anderen Namen bekommt und weitergeführt wird.

Am Montag werden wir es ja sehen, ich melde mich dann mal wieder. Mal sehen wie zuverlässig meine Quelle war.

 

UPDATE, Montag, der 5.2.2007:

 

Na, am Samstag noch fleißig bei Neubert eingekauft um den Rabatt noch zu nutzen? Auch egal:

 

Wie man nun auf der Neubert-Seite lesen kann, heißt die Rabattaktion dieses mal „Messewochen“ und ist bis zum 3.3.2007 limitiert. Ich bin gespannt, ob sie die Aktion dann im März „wegen großer Nachfrage“ verlängern, oder sich einfach einen anderen Namen ausdenken. Es gibt wieder 20 und 30 % wie vorher. Ich hatte mir das vorher nicht genau angesehen, aber so im Überfliegen sieht es nach genau den gleichen Rabatten aus. Worauf man achten sollte ist, dass im Kleingedruckten bei zig Herstellern der Rabatt ausgenommen wird. Klickt man auf der Webseite auf den Katalog, geht so ein „Blätterkatalog“ auf, bei dem man nicht mal stark genug vergrößern kann, damit man es vernünftig lesen könnte, welche Firmen denn nun vom Rabatt ausgeschlossen sind.

 

Ich persönlich bin sehr gespannt, wie lange die Aktion noch gehen wird, der Name unter dem es angepriesen wird, ist ja wohl egal. Wie wäre es denn mit „Happy Frühlingsrabatt“ oder „Günstiges Frühlingseinrichten“, der Kreativität der Firmen sind bekanntlich kaum Grenzen gesetzt.

 

Update 07.03.2007:

Natürlich war die Rabattaktion nicht zu Ende. Pünktlich zum 5.3., also am Montag nach dem Auslaufen der alten Rabattaktion, trat die nächste Rabattaktion in Kraft. Dieses mal ist der Rabatt bis zum 17.03.2007 begrenzt. Es gibt 20 % „Auf Möbel im Jungen Wohnen“. Im Prospekt „Verschönern sie Sie ihr Nest“ wird ebenfalls ein Rabatt von sogar 30 % auf Möbeln und Teppichen angeboten.

Falls sich jemand fragt, wieso sie ihre Preise nicht einfach runtersetzen. Ist ja ganz logisch, warum nicht. Es verkauft sich einfach besser, wenn man groß einen Rabatt anbieten kann.

Man hätte sich auch die Preise notieren sollen um zu sehen, ob sie die Preise für die Rabattaktion nicht angehoben haben, so wie das Praktiker mit seiner „20 Prozent auf alles“ Rabattaktion getan hat.

 

 

Schlagworte: Verlängerung; Meinung; Meinungen; Kommentare; Preisaktion; 20 % auf alles

 

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28.01.2007 - auvisio Stereo-Ohrhörer aus Aluminium „Mega Bass“

Letztes Update 28.01.2007 (V 1.0)

auvisio Stereo-Ohrhörer aus Aluminium „Mega Bass“

 

Dieser Artikel wird im aktuellen Winterkatalog 2007 nicht beworben, sondern nur im Onlineshop mit der Bestellnummer PE-7026 geführt. Ich hoffe auch, dass das so bleibt, denn ein Klangliebhaber wird von diesen Kopfhörern alles andere als begeistert sein.

 

Die Kopfhörer spielen sehr laut, lauter als viele andere. Das liegt aber daran, dass es so genannte „In-Ear“ Kopfhörer sind, also mit dem Ohr abschließen und so weniger Lärm von außen hörbar ist. Die Empfindlichkeit (Sensitivität) ist mit 117 dB ± 3 dB angeben, was wirklich hoch ist. Diese auvisio Kopfhörer haben aber die unangenehme Eigenschaft mit vielen Hifi-Verstärkern nervige Störgeräusche wiederzugeben. Die Geräusche kommen zwar vom Verstärker und sind bei anderen Kopfhörern nur bei sehr genauem Hinhören bemerkbar, aber die „Mega Bass“ Hörer scheinen es zu verstehen, diese Störgeräusche besonders laut wiederzugeben. „Mega Störgeräusche Hörer“ wäre ein besserer Name. An meinem Yamaha RX-V650 hört man z.B. deutliches Rauschen und eine Art Netzbrummen, allerdings nicht in der Grundfrequenz von 50 Hz, sondern es ist ehr ein 100 Hz brummen oder sogar noch höher. An MP3-Playern habe ich nur die Geräusche des Players gehört, aber auch lauter als bei anderen Kopfhörern.

 

Die Kopfhörer machen ihrem Titel „Mega Bass“ alle Ehre. Der Bass wird wirklich sehr laut wiedergegeben, allerdings wird vor allem der obere Bassbereich ab ca. 60 geschätzten Hertz verstärkt, weniger der wirkliche Tiefbass. Dies wäre ja noch hinzunehmen. Aber die Mitten werden viel zu stark überbetont, die Höhen viel zu leise wiedergegeben. Ich finde den Klang sehr unangenehm. Zusätzlich sind die Ohren sehr empfindlich in diesem mittleren Frequenzbereich, deswegen sollten diese Kopfhörer wohl (wie ebenfalls sehr viele andere Kopfhörer) besonders gehörschädigend bei zu hohen Lautstärken sein.

 

Die Kabellänge bis zum „Gabelpunkt“, wo aus dem einen Kabel 2 zu den einzelnen Ohrhörern werden, beträgt 98 Zentimeter, die Gesamtkabellänge vom Klinkenstecker bis zu den Ohrstöpseln beträgt 1,17 Meter. Auf der Verpackung ist die Kabellänge mit 1,2 Metern angeben, was hinkommt, wenn man mit Steckern und Ohrstöpseln misst, allerdings sollte man das dann nicht als Kabellänge, sondern als Gesamtlänge bezeichnen. In der deutschen Anleitung ist nur von ca. einem Meter Kabellänge die Rede.

Mit einem Multimeter habe ich den Widerstand gemessen, er beträgt 2,8 Ohm. Die Impedanz wird vom Hersteller mit 32 Ohm angeben. Zusätzlich steht dort „6 U“ was auch immer das für eine Einheit sein soll. Vielleicht handelt es sich nur um einen Druckfehler, denn an den Kopfhörern ist ein kleines Papier befestigt, auf welchem die Produktbezeichnung „SPK6U“ steht.

Der Frequenzgang wird großzügig mit 20 Hz – 20 kHz angegeben. Das ist wohl die Standardangabe, wie man sie auf vielen Lautsprecherboxen lesen kann, die vielleicht gerade mal 50 Hz als untere Grenzfrequenzerreichen. Ich habe kein Messequipment um den Frequenzgang auszutesten, aber 20 Hz bis 20 kHz sind das niemals.

Die Leistung ist mit 2 bis 5 Milliwatt angegeben, die Spannung mit 0,2 bis 0,25 Volt.

 

Den einzigen Vorteil, den diese Kopfhörer haben ist, dass sie keine Stoffpolster besitzen, welche normalerweise leicht verschleißen. Dafür aber sammelt sich leicht Schmutz in der Vertiefung, die dann ins Ohr gesteckt wird.

Es ist leider sehr schlecht erkennbar, welche der linke oder der rechte Kopfhörer ist, denn die roten Buchstaben (L oder R) sind auf dem spiegelnden Aluminium nur schlecht lesbar.

 

 

Die „Stäbe“ oder wie man auch immer diese von den eigentlichen Ohrhörern abstehenden Kabelummantelungen nennen möchte, kann man herausschrauben so wie auf dem rechten Ohrhörer auf dem Bild zu sehen.

Der Klinkenstecker ist leider auch etwas klein geraten, er lässt sich etwas schlecht anfassen. Ein sehr dünnes Kabel wurde ebenfalls verwendet, dadurch ist es zwar sehr flexibel, aber ob das so lange hält? Bei mir funktioniert es noch, aber ich habe die Kopfhörer aufgrund ihrer Qualität auch kaum verwendet.

 

 

Schlagworte: Test; Erfahrungsbericht; Erfahrungsberichte; Testbericht; Review; Erfahrungen; Eigenschaften; Nachteile; Vorteile; Mängel; Pros; Contras; Kontras; Meinung; Meinungen; Kommentare; Problem; Probleme; Klangqualität; Soundqualität; Tonqualität

 

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28.01.2007 - Die angebliche Staubfreiheit des AcoustiCase C6607 -Englische Version-

Englische Version kommt demnächst

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4.01.2007 - Die angebliche Staubfreiheit des AcoustiCase C6607

Letztes Update 04.01.2007 (V 1.0)

Die angebliche Staubfreiheit des AcoustiCase C6607

 

Ich bin Besitzer dieses PC-Gehäuses. Ich bin eigentlich sehr zufrieden damit. Der PC ist leise und man hört auch, wenn man die Seitenwand abnimmt, dass es viel lauter wird. Die Schalldämmung scheint also gut zu funktionieren.

Ich habe vor ca. 2 Jahren in meiner jugendlichen Leichtsinnigkeit für dieses Gehäuse fast 130 € gezahlt. Heute würde ich das nicht mehr zahlen. Ich finde das einfach total übertrieben soviel Geld für ein Gehäuse auszugeben. Auf der Webseite steht, dass es für ca. 200 Dollar zu haben ist. Der aktuelle Dollarkurs (Stand 4.1.2007) beträgt ca. 1,30, das heißt das Gehäuse würde jetzt ca. 154 € kosten. Für ein PC Gehäuse soviel Geld auszugeben, ich rate es keinem. Dämmmatten gibt es als Set schon zu einem wesentlich niedrigeren Preis, damit lässt sich dann fast jedes Gehäuse nachrüsten.

Vor ein paar Tagen, haben ich die Seitenwand geöffnet um ein IDE Kabel zu wechseln. Ich habe die Seitenwand wohl nicht sorgfältig genug abgehoben, denn irgendetwas verkantete sich und am Boden war die Seitenwand verbogen. Mit einer Zange konnte ich es beheben um das Gehäuse wieder schließen zu können.

Ein weiterer Punkt, den ich nicht verschweigen möchte, ist der schwarze Lack. Er scheint sehr leicht Kratzer zu bekommen und abzublättern, das sieht dann hässlich aus, so wie auf diesem Bild: (das ist die rechte obere Ecke des Gehäuses)

 

Nun aber zum Staubfilter. Auf der Hersteller Webseite steht „This case is DUST-FREE!“ übersetzt bedeutet das „Dieses Gehäuse ist STAUB-FREI!“. Wenn es denn so wäre. Ich verwende den PC jetzt seit 1,5 Jahren (ich hatte ihn erst später zusammengebaut, deswegen habe ich das Gehäuse schon ca. 2 Jahre), natürlich nicht im 24/7 Betrieb, sondern ganz normal für private Zwecke, wenn ich rangehe, mache ich ihn an. Natürlich läuft er auch ab und zu ein paar Stündchen, wenn ich nicht dran sitze, weil ich mal schnell weggehe. Den Staubfilter habe ich anfangs wöchentlich ausgewaschen. Was das für eine Wasserverschwendung ist den Filter unter dem Wasserhahn zu reinigen. Ich verwende sowohl dieses kleine Lochgitter und den großen Schaumstofffilter. Jedenfalls ist mein PC nach 1,5 Jahren total verstaubt und das obwohl ich ihn bereits mit einem Fön ausgeblasen habe, damit der Staub heraus kann.

Ich bin von diesem „Staubfilter“ total enttäuscht. Natürlich bleibt sichtbar Staub am Filter hängen, aber der Staub geht trotzdem durch. Wenn es wenigstens heißen würde, dass der Staub auf ein Minimum reduziert oder drastisch reduziert wird, aber es wird gleich die Behauptung aufgestellt, dass das Gehäuse staubfrei wäre, was es eindeutig nicht ist. Ich habe den PC immer mit diesen beiden Filtern betrieben, nie lief er ohne und jetzt ist er total verstaubt. Ich habe mal ein paar Bilder gemacht, damit man sich einen guten Eindruck vom verstaubten Zustand verschaffen kann und dies nach nur 1,5 Jahren.

 

 

 

 

Das ist dieser Gitterfilter. Wie man besonders deutlich in der rechten oberen Ecke sieht, ist er total verstaubt, der Staub hängt ja sogar dran. Zwar hängt der Staub an der dem PC nach außen zugewandten Seite, aber das hindert den Staub nicht durch dieses grobmaschige Gitter zu schlüpfen.

 

So jetzt kommen ein paar Bilder um die Staubablagerungen auf den Steckkarten begutachten zu können.

 

 

Damit der Staub wirklich deutlich wird, habe ich leicht drüber gewischt, sodass man den Unterschied zwischen staubfrei und verstaubt deutlich erkennen kann.

 

 

 

 

Ich denke diese Bilder sprechen für sich. Vor allem das letzte zeigt deutlich den Unterschied zwischen staubfrei und verstaubt und das ist eine Menge Staub, die da drauf liegt.

 

Sehr schön finde ich dieses Bild:

 

 

Dies ist der hintere Gehäuselüfter, der die Luft aus dem Gehäuse hinaus bläst und trotzdem ist dieser so extrem verstaubt und das obwohl ich ihn schon mal gereinigt hatte.

 

 

Auch auf der Festplatte sammelt sich der Staub. Man achte mal auf das schwarze Stromversorgungskabel links unten im Bild, auch hier hat sich Staub abgelagert.

 

 

Dies ist jetzt der vordere Gehäuselüfter von der Seite fotografiert. Auch hier hat sich eine Menge Staub gesammelt.

 

 

Dies ist ein Ausschnitt der Seitenwand. Die helleren Flecken sind Staub, der sich in die Dämmmatte eingelagert hat. Diese Stelle befindet sich in unmittelbarer Nähe des vorderen Gehäuselüfters. Dieser eingelagerte Staub ist nur sehr schwer aus der Dämmmatte herauszubekommen.

 

Alles in Allem funktioniert der versprochene Staubfilter wohl nur auf dem Papier. Funktion in der Praxis – Fehlanzeige.

 

 

Keywords: Test; Erfahrungsbericht; Testbericht; Review; Erfahrungen; Eigenschaften; Nachteile; Vorteile; Mängel; Pros; Contras; Kontras; Meinung; Meinungen; Kommentare

 

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4.01.2007 - Zweileiner-Lenkdrachen „Delta“ / Infactory Lenkdrachen„Delta“

Letztes Update 04.01.2007 (V 1.0)

Zweileiner-Lenkdrachen „Delta“ / Infactory Lenkdrachen „Delta“

 

Pearl kann sich wie immer mal beim Namen nicht entscheiden. Im Herbstkatalog 2006 heißt er Zweileiner-Lenkdrachen „Delta“ auf der Webseite wird das Produkt als Infactory Lenkdrachen „Delta“ angepriesen.

 

Ich frage mich, ob man hier überhaupt von Drachen reden kann, denn ich verstehe unter einem Drachen ein Fluggerät, das mühelos in der Luft bleibt.

Der Drachen ist wie bereits in der Produktbeschreibung stangenlos, aber ihm hätte eine Stange sicherlich gut getan.

 

 

Der Drachen kommt in dieser kleinen Tasche daher. Ohne Anleitung oder sonstigem Gedrucktem. Lediglich am Drachen steht unter „100 % Nylon“, dass man ihn nicht in der Nähe von Hochspannungsleitungen und bei Gewitter steigen lassen soll.

 

 

So sieht er dann ausgefaltet aus. Ob das mit den vielen Schnüren gut geht? Ich nehme an, dass sie sich irgendwann verwickeln werden, würde er denn fliegen.

Versucht man ihn steigen zu lassen, so scheint er auch an Höhe zu gewinnen, nur kommt dann ein kräftigerer Windstoß, so klappt das obere Teil nach innen. Der Drachen kann dem Wind kaum noch Fläche bieten und stürzt ab. Eine Stange hätte effektiv verhindern können, dass es nach Innen klappen kann. Klappt das Teil nach Innen, sieht das ungefähr so aus:

 

Ich nehme an, dass die Konstrukteure das Gerät nur in einem Windkanal getestet haben, jedoch nicht unter realen Bedingungen, sonst wäre ihnen wohl aufgefallen, dass bei einer Windböe sich die Kräfteverhältnisse ändern und das obere Teil sehr leicht in den Drachen klappt und er somit abstürzt.

Ich frage mich auch, ob der Drachen wirklich mal 29,90 Euro, so wie angegeben gekostet hat und jetzt nur noch 12,90 € oder ob das nur ein Trick ist, damit die Leute ihn kaufen, weil sie denken, dass er mal so teuer war, also muss es ein guter Drachen sein. Oder aber er war wirklich so teuer und wurde billiger gemacht, damit sich nicht so viele Leute bei diesem Preis beschweren, wenn er nicht wie gewünscht funktioniert. Ich kann nur spekulieren.

Jedenfalls habe ich es nicht fertig gebracht die damit versprochenen Kunststücke fertig zu bringen, da er kaum, dass er in der Luft war wieder abgestürzt ist.

 

 

Keywords: Test; Erfahrungsbericht; Testbericht; Review; Erfahrungen; Eigenschaften; Nachteile; Vorteile; Mängel; Pros; Contras; Kontras; Meinung; Meinungen; Kommentare

 

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4.01.2007 - Wichtiges und Interessantes zu Pearl Bestellnummern

Letztes Update 04.01.2007 (V 1.0)

Wichtiges und Interessantes zu Pearl Bestellnummern

 

Wie vielleicht festgestellt wurde, sind die meisten bis jetzt von mir getesteten Produkte vom Versandhaus Pearl. Das liegt vielleicht daran, dass diese Leute es verstehen mir etwas anzudrehen, was nicht wie gewünscht und angepriesen funktioniert oder sonstige Mängel aufweist.

 

Mir ist etwas Interessantes zu den Bestellnummern aufgefallen. Offensichtlich reicht die Buchstabenkombination und die zweite Nummer völlig aus um ein Produkt eindeutig zu identifizieren. Beispielsweise hat dieser Hustende Lugen-Aschenbecher die Bestellnummer PE-1659. Dies reicht völlig aus um ihn zu identifizieren. Gibt man auf der Pearl Homepage diese Nummer ein und lässt das dritte Feld leer, so kommt man zu diesem Produkt. Gibt man in das dritte Feld irgendeine ausgedachte Zahl ein, so wird tatsächlich die ausgedachte Bestellnummer rechts neben dem Produkt angezeigt.

Wie sich nun herausgestellt hat, ist die dritte Ziffernkombination völlig überflüssig. Nun nicht ganz, denn offensichtlich überwacht Pearl damit, aus welchem Katalog der Kunde von dem Produkt erfahren hat. So haben alle Artikel im Herbstkatalog von 2006 die Endziffer 83. Im Winterkatalog 2007 tragen alle Artikel die Endziffer 87. Wenn der Kunde nun die Bestellnummer eingibt, um möglichst schnell zum gewünschten Produkt zu kommen, so weiß das Versandhaus, wie erfolgreich der jeweilige Katalog war.

Auch im Internet ändern sich die Endziffern aktuell ist gerade die 901 angesagt (Stand 4.1.2007). Was sie davon haben, dass sie die Endziffern im Internet ändern, da kann ich mir keinen Reim darauf machen.

 

 

Keywords: Tracking; Überwachung; trackt

 

 

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23.12.2006 - infactory Hustender Lungen-Aschenbecher

Letztes Update 23.12.2006 (V 1.0)

infactory Hustender Lungen-Aschenbecher

 

Mit „infactory Hustender Lungen-Aschenbecher“ ist dieses Produkt auf der Pearl Webseite mit der Bestellnummer „PE-1659-912“ zu finden. Im Katalog (Herbst 2006) heißt das Produkt „Hustender Lungen-Aschenbecher“ und hat mal wieder eine andere Bestellnummer und zwar die „PE-1659-83“. Um das Namenwirrwarr komplett zu machen, heißt das Gerät in der Anleitung „Schreiender Lungen-Aschenbecher“. 3 Quellen, 3 Namen, na toll.

 

Beim Auspacken sollte man aufpassen, bei meinem 2. Gerät waren da Reste drangehangen, die wie Glaswolle ausgesehen hatten. Was es genau war, kann ich nicht sagen, sicherheitshalber hatte ich es im Freien ausgepackt und mit einem feuchten Tuch das abgewischt, sodass es am Tuch hängen geblieben ist.

 

Höchst seltsam ist auch, dass die Anleitung von Induktionsspulen redet, die in der Zigarettenvertiefung sind.

Mein 1. Gerät hatte ich zurückgeschickt, da ich dachte es hat einen defekt und funktioniert nicht richtig. Mein 2. Gerät jedoch funktionierte genauso wie das Erste. Das 1. Gerät jedenfalls hatte eindeutig einen Photowiderstand als Sensor. Das 2. Gerät könnte eine Photodiode haben, jedenfalls sieht der Sensor ähnlich aus wie eine Photodiode in Wikipedia.

Induktion macht auch absolut keinen Sinn, da eine Zigarette im Regelfall kein Metall enthält oder magnetisch ist.

Die Messung funktioniert auch eindeutig über Licht. Legt man eine Zigarette in die Vertiefung, soll das Teil entweder husten oder schreien. Dies funktioniert allerdings nur bei schwachem Licht. Steht das Gerät im Freien oder ist es im Raum etwas heller, kann man da drauflegen was man will, das Gerät gibt keinen Ton von sich.

Dafür hustet das Teil auch mal öfters, wenn es das gar nicht soll, wenn man z.B. vorbeiläuft, da sich dann ja die Lichtverhältnisse ändern. Genauso fängt es das Husten an, wenn man das Licht ausschaltet.

Wenn es dunkel ist, hustet oder schreit das Teil, wenn man mit der glühenden Zigarette sich darüber hinwegbewegt. Es handelt sich also eindeutig um Sensoren, die Licht messen.

Völlig unverständlich ist mir, warum sie ihn so hoch gebaut haben. 4,5 cm ist er hoch und an der tiefsten Stelle ist so eine „Lunge“ gerade mal 2 cm tief. Das viel Hohlraum vorhanden ist, hört man jedenfalls beim „Schreien“ des Geräts an einer unangenehmen Resonanzüberhöhung.

 

Wer meint, dass er den Aschenbecher einfach mal bestellt und dann zurückschickt, falls er bei ihm ebenfalls nicht richtig funktioniert, wird es schwer haben, denn auf der Rechung steht folgendes unter der Artikelbezeichnung:

„Sehr geehrter Kunde,

bitte beachten Sie, daß dieser Artikel aus hygienischen Gründen nach Gebrauch nicht zurückgeben werden kann. Ausgenommen ist die Gewährleistung aufgrund eines Mangels.“

 

Der Klang ist sehr kraftlos und hört sich stark komprimiert an. Ich habe mal eine Aufnahme davon erstellt. Aufgenommen als wav (44,1 kHz 16 Bit Mono) und dann mit Lame 3.96 MMX und den Optionen „-q 0 -m m --vbr-new -V 2“ in mp3 konvertiert, sodass der schlechte Klang nicht auf die MP3 zurückzuführen ist.

Husten

Schreien

Da Blogya nur Bilder erlaubt, einfach auf den Link rechtsklicken und Speichern untern auswählen und dann das .png entfernen, sodass die Erweiterung mp3 wieder stimmt.

 

Zum Schluss noch Bilder:

 

 

 

Beachtlich ist die unnötige Höhe, die dem Gerät gegeben wurde.

 

 

Foto der Verpackungsrückseite.

 

 

Selbst auf einer Verpackungsseite steht der Blödsinn mit der Induktion und dass Batterien der Größe AA verwendet werden. Interessant ist, dass dict.leo.org (eine gute Übersetzungsseite) das Wort „electromer“ nicht kennt, nicht mal Microsoft Word kennt das Wort mit englischer Rechtschreibprüfung.

 

 

Blick auf die Rückseite. Sehr nervig ist die Batterieklappe wegen der Schraube. Selbst wenn sie draußen ist, benötigt man immer noch einen Schlitzschraubenzieher um die Klappe vernünftig zu öffnen. Positiv ist jedoch, dass die Batterien sehr lange halten. Der Aschenbecher stand jetzt ein paar Monate im Freien und mein Batteriemessgerät zeigt die Batterien als noch fast ganz voll an.

 

 

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23.12.2006 - dnt Musicfly Mini Audiosender

Letztes Update 20.02.2007 (V 1.1)

dnt Musicfly Mini Audiosender

 

Ich möchte hier einen Erfahrungsbericht des dnt Musicfly schreiben und vor allem auf die Qualität des Geräts eingehen. Vom Aussehen her finde ich ihn gelungen, auch die Bedienung ist recht einfach, auch wenn ich es etwas nervig finde, dass die Aus- und Einschalttaste gleichzeitig zum Wählen der gespeicherten Frequenzen dient.

Nun zur Klangqualität. Die Qualität ist meiner Meinung nach unter aller Sau. Es fehlt Bass und vor allem die Höhen fehlen. Der ganze Klang ist zu den Mitten hin verzerrt, es hört sich quasi wie im „Mittelalter“ an.

Damit man einen objektiven Eindruck davon bekommt, habe ich eine Hörprobe aufgenommen. Als Tuner kam der Yamaha RX-V 650 zum Einsatz, also ein durchaus hochwertiges Gerät. Zur Wiedergabe kam der Realtek Soundchip zum Einsatz, der klanglich passabel ist. Als Aufnahmegerät kam eine Terratec Aureon 7.1 PCI zum Einsatz, die wesentlich bessere Aufnahmen macht, als der Onboard Chip.

Ich habe einmal eine Monoaufnahme erstellt und dann eine Stereo. Für die Monoaufnahme habe ich einfach den Tuner auf Mono umgestellt, vom PC aus kam das Signal weiterhin in Stereo an den dnt.

Bei der Stereoaufnahme rauscht es deutlich, vor allem wenn kein Signal anliegt. Ich habe alles probiert um das Rauschen zu minimieren, besser ging es nicht. Ich habe die Antenne des Receivers bereits um das Audioanschlusskabel des Musicflys gelegt um wenigstens etwas weniger Rauschen zu haben. Ich finde das schwach, dass es selbst direkt an der Antenne noch rauscht. Als Frequenz habe eine verwendet, wo sowohl nach oben als auch nach unten nicht direkt ein Sender folgt. Es war reines Rauschen ohne Sprache oder Musik zu hören, sodass die verwendete Frequenz wirklich frei war.

Ich werde das Gerät jedenfalls wieder zurückbringen, es hat mich alles andere als überzeugt.

 

Falls jemand die Bilder wie in meinen anderen Tests vermisst, liegt das daran, dass ich das Gerät längst zurück gebracht habe. Die Aufnahmen und den Text drüber, hatte ich damals schon erstellt, wusste damals nur noch nicht, wo ich das online stellen soll.

Nun zu den Hörproben. Wie man weiß klingt von 2 identischen Aufnahmen, diejenige besser, die minimal lauter als die andere ist. Damit dies hier nicht passiert, habe ich das Programm MP3Gain eingesetzt. Beim Original Snippet, zeigt es mir eine Lautstärke von 96,7 dB an. Deswegen habe ich nun die Aufnahmen so angepasst, dass sie minimal lauter sind, denn auf die selbe Lautstärke waren sie nicht zu bringen. Mono.mp3 hat nun eine Lautstärke von 97,9 dB und Stereo.mp3 eine von 97,0. Somit würden die Aufnahmen besser klingen, wären sie identisch mit dem Original. Aufgenommen wurde in Wav und anschließend mit Lame 3.96 MMX und den Kommandozeilenoptionen „-q 0 --vbr-new -V 2“ in mp3 codiert.

Das Original ist ein Snippet des Albums „Der Anschlag“ von „Untergrund Soldaten“. Das Snippet gibt es hier.

Die Aufnahmen habe ich in ein Zip-Archiv gepackt und hier bei Rapidshare.com online gestellt.

Man achte mal bei der Stereoaufnahme auf das extreme Rauschen, selbst die Monoaufnahme stört das Rauschen noch merklich.

Das Snippet weißt sowohl guten Bass als auch schöne Höhen auf. Man achte mal wie verwaschen das durch den Musicfly wurde. Der Bass kracht überhaupt nicht mehr, die Höhen sind fast völlig abwesend.

Besonders ältere Autos haben schon Probleme mit dem Bass, wenn jetzt noch der Musicfly den Bass weiterhin abschwächt, ist ja so gut wie überhaupt kein Bass mehr vorhanden.

Die Reichweite ist keinesfalls höher als 10 Meter und wer meint mit dem Gerät einen Spaß machen zu können und andere Sender überfunken zu können, der irrt, ein normaler Radiosender lässt sich überhaupt nichts anmerken, selbst wenn das Gerät direkt neben der Antenne liegt.

Fazit: Nett gemeint, aber zu schlechte Qualität des Sounds.

 

 

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20.12.2006 - PEARL Reise Wetterstation / Mini LCD-Wetterstation

Letztes Update 17.01.2007 (V 1.1)

PEARL Reise Wetterstation / Mini LCD-Wetterstation

 

Auf der Webseite von Pearl ist von „PEARL Reise Wetterstation“ mit der Bestellnummer SD-232-912 die Rede. Im Katalog (Herbst 2006) heißt dasselbe Gerät „Mini LCD-Wetterstation“ und ist unter der Bestellnummer SD-232-83 erhältlich. In der Anleitung schließlich heißt das Gerät „Mini Reise-Wetterstation“. Können die sich vielleicht mal auf einen einheitlichen Namen einigen?!?

 

Wie immer ist die Idee für dieses Produkt nicht schlecht, wenn es denn vernünftig konstruiert wäre. Wenigstens ist erfreulich, dass die Anzeige des Tags mit deutschen Abkürzungen erfolgt und dass der Temperatursensor relativ genau zu sein scheint im Vergleich mit anderen Thermometern.

 

Erstmal muss ich erwähnen, dass die Tasten meiner Meinung nach sehr schwergängig sind, denn ich muss teilweise mit dem Fingernagel auf die Tasten drücken, damit das Gerät den Tastendruck registriert. Vielleicht mag das als Feature gedacht sein, dass sich unterwegs nicht so leicht etwas verstellt, ich empfinde es jedoch als unangenehm.

 

Erfreulich ist am Gerät, dass es mindestens bis -25 Grad anzeigen kann. Allerdings ist die Anzeige bei diesen tiefen Temperaturen kaum noch lesbar und sie reagiert mehr als träge, wenn man die Minimum- und Maximumwerte bei diesen Temperaturen abfragen möchte.

 

Der nächste Kritikpunkt ist die Genauigkeit des Luftfeuchtigkeitsensors. Man kann die Genauigkeit eines Feuchtesensors ja sehr genau zu Hause mit verschiedenen Salzen, wie z.B. Kochsalz (Natriumchlorid) bestimmen, so wie das hier bei Wikipedia beschrieben ist. Nach 8 Stunden stellt sich dieses Gleichgewicht ein, ich habe lieber 24 Stunden gewartet um ganz sicher zu gehen, dass wirklich 75 % Luftfeuchtigkeit herrschen, denn die luftdichte Box war etwas groß. Jedenfalls zeigte das Gerät 86 % Luftfeuchtigkeit an, das sind 11 % zu viel oder der relative Fehler beträgt (86-75)/75=15%. 15 % Abweichung ist eine ganze Menge. Vielleicht ist ja nur mein Gerät so. Es ist mir nur aufgefallen, dass nach den angezeigten Werten bei mir ja eine Sauna herrschen müsste, deswegen bin ich der Sache weiter auf den Grund gegangen. Hat man den Wert ermittelt, um den das Gerät abweicht kann man im Bereich von 50 bis 80 % relativer Luftfeuchtigkeit mit einer Genauigkeit von ± 5 % rechnen.

 

Die Anzeige des Wettertrends, welche so schön beworben wird, heißt in der Bedienungsanleitung nur noch „Wetteranzeige“ und ist meiner Meinung nach völlig sinnlos, wenn das Gerät in einem Innenraum steht. Ich zitiere jetzt einfach mal halbwegs die Anleitung. Beträgt die relative Luftfeuchtigkeit:

 

  • weniger als 45 % „wird Sonne angezeigt“
  • 45 bis 75 % „wird heiter bis wolkig angezeigt“
  • mehr als 75 % „wird bewölkt bis regnerisch angezeigt“

 

Der letzte Kritikpunkt ist die Standfestigkeit, sofern man überhaupt davon sprechen kann.

 

 

Hier sieht man das Gerät erstmal von oben. Wie einem auffällt, sind die Kanten sehr abgerundet, auf der Unterseite ist das Produkt genauso aufgebaut. Dies führt dazu, dass Gerät sehr leicht nach hinten kippt und ebenfalls das Aufstellen muss behutsam erfolgen, sonst kracht es gleich und die Wetterstation liegt auf dem Rücken. Mir ist das schon oft passiert, wenigstens scheint das Gerät sehr robust zu sein. Vielleicht auch zu robust, denn ich kann keine Schraube entdecken um es zu öffnen. Das ist schade, so kann man nicht mal nachsehen, welche Sensoren denn verbaut wurden.

 

 

Hier sieht man mit Hilfe eines Geodreiecks (welches natürlich mit der einen Seite erkennbar auf dem Boden aufliegt) sehr deutlich, wie stark das Gerät nach hinten geneigt ist. Durch die Rundungen, wie im Bild vorher gezeigt und hier erkennbar ist natürlich die Standfläche nochmals geringer, was dann diese starke Kippneigung sehr gut erklärt.

 

Zum Schluss noch ein paar Bilder des Produkts:

 

 

 

 

Hier mal wieder mit entfernter Batterieklappe. Es ist zu sehen, dass sich keine Schraube unter der Batterie befindet. Auf dem Deckel steht eine längere Nummer, deren Rest ich unkenntlich gemacht habe (der kleine schwarze Strich über der Batterie). Verwendet wird die Größe AAA.

 

 

Noch mal mit einem 1 Euro Stück fotografiert, um einen Eindruck von der Größe zu bekommen.

 

 

 

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17.12.2006 - Riesen-Luftschiff „UFO Solar“ / Solar-Luftschiff „UFO Solar“

Letztes Update 17.12.2006 (V 1.0)

Riesen-Luftschiff „UFO Solar“ / Solar-Luftschiff „UFO Solar“

 

Besagtes Produkt gibt es z.B. beim Versandhändler Pearl unter den Bestellnummern „PE-5262-83“ oder „PE-5262-912“ zu bestellen. Der Katalog redet von Riesen-Luftschiff „UFO Solar“, der Onlineshop von Solar-Luftschiff „UFO Solar“, deswegen auch die beiden Titel in der Überschrift.

 

Die Idee ist super und wenn die Sonne darauf scheint, erhitzt sich die Luft im Inneren wirklich extrem.

Ich habe es jedoch nicht geschafft das Luftschiff in die Lüfte zu bringen, es war mal für ein paar Sekunden in der Luft, nachdem ich es hochgeworfen hatte, kam dann aber schnell wieder zum Boden zurück. Einmal hatte ich ausgepackt und da stand die Sonne wohl zu tief, deswegen hatte es nicht funktioniert.

Die Folie ist extrem dünn und bekommt dadurch extrem leicht Löcher. Obwohl ich beim 1. mal sehr vorsichtig mit der Folie umgegangen bin und es sogar im Gras zusammengelegt hatte, hat sie offensichtlich Löcher bekommen. Die Löcher sind sehr klein und kaum auffindbar, jedenfalls ist ein weiterer Betrieb an einem sehr sonnigen Tag zur Mittagszeit an diesen Löchern wohl gescheitert.

 

Das erneute Zusammenlegen gestaltet sich auch sehr schwierig, ich bezweifle, dass jemand die Folie wieder so schön zusammengelegt bekommt, wie sie geliefert wurde, da man vor allem aufpassen muss, dass man sie nicht beschädigt. Zwar steht dabei, dass man die Löcher kleben kann, doch das setzt natürlich voraus, dass man sie findet. Bei einem Objekt dieser Größe ist das alles andere als leicht.

 

Aufgrund der sehr geringen Masse muss man beim leichtesten Wind aufpassen, denn es schrammt sonst sehr leicht gegen irgendwelche Hindernisse und was das für die hauchdünne Folie bedeutet dürfte wohl jedem klar sein.

Auch ein Zusammenlegen ist für einen Einzelnen im Freien nicht möglich, da ein hinlegen auf dem Boden an der geringsten Luftbewegung scheitert, die Folie wird irgendwo hingeweht, sodass an ein vernünftiges Zusammenlegen nicht zu denken ist.

 

Was mich persönlich auch sehr stört ist der mehrfache extrem große „Pearl“ Aufdruck, welcher im Herbstkatalog 2006 nicht zu sehen ist. Dieser zerstört doch den beworbenen UFO-Eindruck. UFO steht bekanntlich für Unidentifiziertes Flugobjekt und mit dem „Pearl“-Aufdruck wird es doch eindeutig identifizierbar.

 

Ganz generell möchte ich nicht vom Kauf abraten, man sollte sich jedoch auf Einschränkungen und Enttäuschungen einstellen.

Vielleicht kann ja jemand seine persönlichen Erfahrungen mit diesem Objekt mit Hilfe der Kommentarfunktion veröffentlichen.

 

 

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17.12.2006 - Thermo-Stichfrei

Letztes Update 14.01.2007 (V 1.2)

Thermo-Stichfrei

 

Das Thermo-Stichfrei Gerät dient dazu den Juckreiz bei Insektenstichen zu mildern. Das Gerät hat die ungefähre Form eines Stiftes, nur viel dicker und an der Unterseite befindet sich eine Metallplatte, welche auf 45 Grad aufheizt. Die Wirkungsweise ist simpel. Bei dem juckreizauslösenden Stoff, dem Insektengift, handelt es sich um ein Protein. Wer sich ein bisschen mit Chemie auskennt, weiß, dass Proteine ab einer gewissen Temperatur zersetzt und in diesem Falle unschädlich werden. Beim Fleischbraten oder Kochen beruht das Garen auch hauptsächlich auf diesem Effekt, dass sich die Proteine verändern, genauso wie beim Eierkochen.

Ich habe das Gerät zahlreiche male verwendet und muss sagen, dass es sehr gut funktioniert. Für ein paar Stunden ist nach Anwendung Schluss mit dem Juckreiz.

 

Kommen wir nun zu den Nachteilen, die das Gerät besitzt und sich deswegen einen Platz hier verdient gemacht hat.

Wie man auf der Packung lesen kann, steht, dass die erste Anwendung nach Erreichen der Betriebstemperatur von 45 Grad Celsius beendet ist und im nächsten Punkt dann, dass man den Vorgang dann solange wiederholen soll, bis die Beschwerden abgeklungen sind. Ich empfehle gleich das Gerät durchlaufen zu lassen, also zu warten bis die LED mehrmals zwischen gelb und grün gewechselt hat, dann kann man sicher sein für die nächsten Stunden oder auch den Rest des Tages Ruhe vor dem Stich zu haben. Generell habe ich festgestellt, je früher man den Stichheiler einsetzt, desto wirksamer ist er.

 

Nun allerdings zum größten Manko und das ist die Energieversorgung sprich Akkus oder Batterien. Wie man selbst nachlesen kann, ist von einer Aufheizdauer von ca. 10 Sekunden die Rede.

Ich besitze eine Stoppuhr und habe mal selbst nachgemessen.

Mit nagelneuen Batterien der Marke „ja!“, die ich vor 2 Wochen bei Rewe erworben habe, komme ich auf die kürzeste Aufheizzeit, allerdings immer noch von 18 Sekunden, das ist fast das doppelte der versprochenen Zeit.

Mit Akkus, die ich vor ein paar Wochen geladen hatte, kam ich auf eine Zeit von 27 Sekunden.

Die längere Zeit bei den Akkus ist auch nicht verwunderlich, da sie eine geringere Spannung als Batterien aufweisen.

Allerdings komme ich mit neuen „Duracell Plus“ Batterien, die bei einer Taschenlampe mitgeliefert waren und als Verwendungsdatum bis März 2013 aufgedruckt haben, ebenfalls auf eine Aufheizdauer von 27 Sekunden, wie bei den Akkus. Diese Batterien wurden laut Herstellerwebseite von der Stiftung Warentest mit 1,9, also „Gut“ in Heft 2/2006 bewertet.

Nun aber zum Spitzenreiter mit 57 Sekunden. Auch dies waren Batterien, die ich einige Zeit im Stichheiler im Einsatz hatte. Mein Batterietester, der aus 3 LEDs besteht und schwächere Batterien mit abnehmender LED Anzahl und Leuchtstärke anzeigt, zeigt bei diesen Batterien allerdings noch „voll“ an. Die Dritte LED leuchtet lediglich minimal schwächer als die beiden anderen. Das heißt nun Batterien, die aus dem Gerät kommen, sollten auf gar keinen Fall weggeworfen werden, sie eignen sich noch hervorragend für LED Taschenlampen, Funksensoren, usw. Wie man dann auf den Bildern vielleicht erkennen kann, verwendet das Gerät die Batteriengröße bzw. Akkugröße AAA, viel sinnvoller wäre es gewesen das Gehäuse ein bisschen größer zu machen und stattdessen AA zu werden was eine wesentlich längere Betriebsdauer und vor allem eine viel kürzere Aufheizzeit bedeutet hätte, denn die größeren Energiespeicher hätte man viel stärker belasten können.

Aufgrund dessen, dass sich volle Batterien im Gerät nicht mehr zufrieden stellend verwenden lassen, empfehle ich ein paar billige AAA Akkus beim Discounter zu kaufen und dann einfach ab und zu für kurze Zeit ins Ladegerät zu tun um sie nachzuladen, so spart man viel Geld und schont vor allem die Umwelt. 4 AAA’s gibt’s dort für 2 €. Bei Norma z.B. gab es welche mit 650 mAh für diesen Preis, bei LIDL hingegen sogar mit 800 mAh für denselben Preis.

 

Zum Abschluss noch ein paar Bilder:

 

 

 

Deutlich erkennbar ist die Metallplatte

 

Der gelbe Fleck ist der Druckknopf

 

Der Stichheiler mit entfernter Batterieabdeckung

 

Verpackungsvorderseite. Wie man erkennen kann, gab es das Gerät bei Norma zum Preis von 8 € (exakt 7,99 Euro). Ich erwähne das, weil es woanders nämlich gerne teurer angeboten wird.

 

Und schließlich noch die Verpackungsrückseite.

 

 

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